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Prominente machen gegen Mindestsicherungskürzung mobil

  • Dienstag, 14. Juni 2016 @ 10:48
Sozial Innerhalb weniger Tage haben mehr als 6.000 Menschen einen von SOS Mitmensch initiierten Aufruf unterzeichnet, der die Abgeordneten des oberösterreichischen Landtages dazu aufruft, gegen die Kürzung der Mindestsicherung für anerkannte Flüchtlinge zu stimmen. Unterstützt wird der Appell von prominenten OberösterreicherInnen, wie der Schauspielerin Angelika Niedetzky, dem Autor Ludwig Laher und dem Regisseur Kurt Palm.

„Stürzen Sie Menschen nicht in Armut“

Die Linzerin Angelika Niedetzky ruft alle Abgeordneten des oberösterreichischen Landtages auf, über den Tellerrand hinaus zu denken. „Stürzen Sie nicht mutwillig Menschen, die das Recht haben, Oberösterreich als ihre neue Heimat zu bezeichnen, in Armut. Stimmen Sie gegen die Kürzung der Mindestsicherung! Als Linzerin ist mir das ein Anliegen“, appelliert Niedetzky.

„Mich macht das fassungslos“

Der in Oberösterreich lebende Autor Ludwig Laher betont, dass, wer in Österreich Asyl erhält, einen überprüften Grund dafür geltend gemacht habe und „verbrieft nicht aus Jux und Tollerei“ gekommen sei. Laher kritisiert, dass anerkannten Flüchtlingen „nun der Brotkorb so hoch gehängt werden soll, dass ein Leben in Würde unerreichbar bleiben muss, jedenfalls bis die Betroffenen Arbeit gefunden haben.“ Ihn mache das fassungslos, so Laher.

„Das ist eine Form der Menschenverachtung“

Der in Vöcklabruck geborene Autor und Regisseur Kurt Palm schreibt an SOS Mitmensch: „In Oberösterreich werden Flüchtlinge gezielt in die Kriminalität getrieben, indem sie von jeglicher Erwerbstätigkeit ausgeschlossen werden. Gleichzeitig will die Landesregierung die Mindestsicherung für Asylberechtigte auf 520 Euro im Monat reduzieren. Die „Koalition des Grauens“ aus ÖVP und FPÖ verkauft diese Form der Menschenverachtung auch noch als großen Erfolg und spart nicht mit Häme, indem Landesräte grinsend erklären, dass man mit 520 Euro im Monat ja ganz gut leben könne. Das sagen Leute, die bis zu 230.000 Euro im Jahr verdienen.“

„Massiver Widerstand sollte sich regen“

Und Palm weiter: „Das alles ist so unfassbar, dass man sich fragt, weshalb sich gegen solche Vorhaben nicht längst massiver Widerstand regt. Oder sind wir schon so weit gekommen, dass drittklassige Politiker jeden Stammtischblödsinn in die Praxis umsetzen können?“
„Gegen soziale Spaltung“

SOS Mitmensch kündigt an, bis zum Tag vor der Landtagssitzung am 16. Juni die Unterschriftensammlung gegen die Mindestsicherungskürzung fortzusetzen. „Wir werden die gesammelten Unterschriften vor der Abstimmung dem oberösterreichischen Landtag überreichen und bis zur letzten Minute Überzeugungsarbeit gegen soziale Spaltung und gegen die Erzeugung von tiefer Armut leisten“, so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Hier der Link zum Aufruf: http://www.sosmitmensch.at/site/petit...on/13.html

Info: www.sosmitmensch.at



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