Was verkehrt läuft - Die Problematik
Beim Verkehr ist Linz noch nicht in der Gegenwart angekommen, geschweige denn bei sinnvollen Weichenstellungen für die Zukunft. Eine lebenswerte Stadt braucht eine andere Verkehrspolitik! Feinstaub, Lärm, Gestank, Staus, Verkehrsunfälle. Der Verkehr ist der Unsicherheits- und Belastungsfaktor Nummer Eins in den Städten, so auch in Linz. Trotzdem traut sich die Politik nicht, eine Trendumkehr einzuleiten. Im Gegenteil: In Linz wird mit einer Verkehrs- und Stadtplanung von gestern immer mehr motorisierter Verkehr produziert. Kritik an fragwürdigen Infrastrukturprojekten
Der Westring ist ein in hohem Maße fragwürdiges Prestigeprojekt von Stadt und Land. Trotz heftiger Kritik soll diese zusätzliche Autobahn quer durch Linz gebaut werden. Auch die neue Straßenbahnachse samt Regiotram ins Mühlviertel kostet viel und bringt wenig Verbesserung. Aber die verantwortliche Politik will die größtenteils unterirdisch verlaufende Linie 4, um an der Oberfläche kein Areal herzugeben oder gar für fragwürdige Bau- und Straßenprojekte Platz zu machen. Folge: In Linz wächst der Autoverkehr weiter!

Was wir ändern wollen - Die Lösungsansätze der KPÖ
Unser Ziel ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Um das zu erreichen, müssen öffentliche Verkehrsmittel sowie der Rad- und Gehverkehr künftig Vorrang haben.
Hier setzt die Verkehrspolitik der KPÖ an:
• Mehr Investitionen in soziale und ökologische (platzsparende) Mobilität
• Geh- und Radflächen ausbauen, sanfte Mobilität fördern
• Stellplatzverordnung streichen, Verkehrserregerabgabe einführen, keine neuen Tiefgaragen
• Keine neuen Durchzugsstraßen mehr für Linz, keine West- und Ostringautobahn
• S-Bahn für den Großraum Linz
• Erhalt und Sanierung der Mühlkreisbahn inkl. Donaubrücke
• Intervallverdichtung aller städtischen Buslinien auf maximal 15 Minuten. Attraktive Fahrpläne zu jeder Tageszeit!
• Verlängerung der Linie 25 als „Tür zu Tür-Anbindung“ vom Mühlkreisbahnhof Urfahr bis Bindermichl
• Verlängerung der Buslinie 38 bis zur Lederfabrik und dort Errichtung eines Park+Ride-Parkplatzes
• Errichtung neuer Busspuren auf den Ausfallstraßen (Rudolfstraße, Kremstal Bundesstraße, Nibelungenbrücke) und in der Innenstadt
• Ausbau des O-Bus-Netzes in Linz
• Freifahrt für alle auf öffentlichen Verkehrsmitteln

Straßen für Menschen
Eine andere, zukunftsfähige Verkehrspolitik erhöht unser aller Lebensqualität. Die Stadt ist in erster Linie für uns Menschen da und nicht für unsere Autos. Dafür steht die KPÖ. Die Straßen können wieder Aufenthaltsorte für Menschen sein, die soziale und kulturelle Begegnungen ermöglichen. So wie derzeit Städte und Straßen gebaut werden, kommt das der Allgemeinheit sehr teuer. Unsere Verkehrspolitik beschreitet hier neue Wege und sie ist finanzierbar. Mehr noch: Es wäre noch genug Geld da für Investitionen in Soziales, Kultur oder Bildung. Also in Lebensbereiche, die unser aller Alltag berühren.

Verkehrswende mit Freifahrt
Eine Freifahrt für alle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in hohem Maße sozial: Sie macht Mobilität für alle ohne Einschränkung möglich. Sie ist auch ökologisch sinnvoll. Und nebenbei wird auch das Schwarzfahren mitsamt den teuren Kontrollen verschwinden. Der Nulltarif ist finanzierbar – wenn man will. Nur rund 30 Prozent der Kosten werden derzeit durch den Verkauf von Fahrscheinen getragen. Mehr als 70 Prozent kommen schon jetzt aus dem öffentlichen Bereich. Die nicht unbedeutenden Kosten durch Fahrscheinkontrollen, Ticketautomaten etc. würden bei einer Umstellung wegfallen. Die restlichen Mehrausgaben können z.B. durch eine Nahverkehrsabgabe finanziert werden.
Die Freifahrt auf Öffis kann ein Startschuss sein für eine Verkehrswende, die die Mobilität der Menschen im Lebensraum Stadt neu und anders gestaltet.

Verkehr ist Teil einer Gesamtstrategie für den ökosozialen Umbau: „Emanzipatorischer Wohlstand“ oder „Sozialismus 2.0“ (Die Linke/D)

Unsere Leitlinien:
• Öffentlich • Demokratisch • „Autofrei“ • Transporte verteuern • Dezentralisieren und Regionalisieren • Regulieren • Kooperation statt Konkurrenz • Bildung & Empowerment

Unsere Anfragen zum Thema Verkehr im Gemeinderat:
Übersicht Anfragen der KPÖ-Linz
• Kreuzfahrtschiffe • Radverkehr • Stellplätze • Resolution Freifahrt • Autofreier Hauptplatz • Flughafen Hörsching • Störfälle Aufzüge und Rolltreppen bei Straßenbahnhaltestellen • Verkehrserschließung Bruckneruni • Feinstaub • Dienstfahrten • Fuzo-Freihaltung • Tiefgaragenprojekt Stockhofstraße • Martin-Luther-Platz • Baustellen • Mobilitätsmanagement Jobticket • Standbetrieb Busse und Schiffe a.d. Donau • Umfahrung Ebelsberg • Behinderung Straßenbahn Hauptstraße • Eisenbahnkreuzungen

Weitere Infos zur Freifahrt:
Linz fährt frei: Kampagne der KPÖ-Linz
facebook-Site

(Grafiken: VCÖ, Mobilität mit Zukunft: Lebensraum Stadt und Mobilität)