Am Abend des 31. August 2015 zogen über 2.500 Menschen – viele von ihnen weiß gekleidet – durch die Linzer Innenstadt, um für eine sofortige Änderung der von Österreich und der EU betriebenen Flüchtlingspolitik einzutreten. Die Aktion, die zeitgleich auch in vielen anderen österreichischen Städten durchgeführt wurde, startete in der Friedenstadt Linz am Friedensplatz beim Menschenrechtsbrunnen, wo den 71 Toten Flüchtlinge auf der Ostautobahn gedacht wurde. Sie sind Opfer im Kampf zwischen staatlicher Flüchtlingsabwehr und Schlepperorganisationen, deren Geschäftsgrundlage eben diese Flüchtlingsabwehr darstellt.

Bei der Abschlusskundgebung am Linzer Hauptplatz wurde von der Plattform Solidarität OÖ nochmals betont, dass es fernab aller Ideologien und Weltanschauungen ein Gebot des Menschseins ist, Menschen auf der Flucht zu helfen und sie menschenwürdig zu behandeln. Unter dem Titel „Menschsein in Österreich“ wurde daher die österreichische Regierung aufgefordert die derzeitigen Missstände zu beheben.

Zudem forderten die Kundgebungsteilnehmer_innen:
- feste Quartiere die vor Hitze, Regen und Kälte schützen
- Ärztliche Versorgung – Physisch und Psychologisch
- Kooperation mit engagierten Vereinen und Sozialarbeiter_innen
- kein Ablehnen von Spender_innen und Helfer_innen
- AUSREICHEND VERPFLEGUNG (Wasser, Lebensmittel, Babynahrung)

Infos: http://www.landdermenschen.at