Rund 900 Menschen nahmen am Montagabend an einer Trauer- und Solidaritätsveranstaltung für Flüchtlinge teil. Die Kundgebung war von der Welser Initiative gegen Faschismus/Antifa und zahlreichen anderen freiwilligen HelferInnen organisiert worden. Gemeinsam wollte man seinem Entsetzen über den Tod der 71 SyrierInnen an der österreichischen-ungarischen Grenze Ausdruck verleihen und forderte ein sofortiges Ende der chaotischen Zustände in den Unterkünften für AsylwerberInnen. Laurien Scheinecker, Vorstandsmitglied der Welser Antifa, bezeichnete die Tatenlosigkeit der politisch Verantwortlichen als nicht mehr hinnehmbar: „Man kann nicht immer nur auf die Stimmen der rechten Schreihälse schielen. Der Großteil der Bevölkerung will eine humane Lösung dieser Tragödien. Es ist unglaublich, dass wir innerhalb von 3 Tagen so viele Menschen mobilisieren konnten.“

Die Welser Initiative gegen Faschismus versucht auf unterschiedliche Art auch praktische Hilfe für Flüchtlinge zu leisten, etwa durch eine facebook-Gruppe, die helfen soll Sachspenden aufzutreiben bzw. zu vermitteln: „Flüchtlingen helfen in Wels und Umgebung“

Weiters initiierte man im Vorjahr eine Spendensammlung für Flüchtlinge in der Türkei. Ein weiteres Solidaritätsfest für diese wird am 30. Oktober 2015 im Alten Schlachthof Wels stattfinden.

Infos: http://www.antifa.at/