Als ökologischen Schwachsinn pur kritisiert die Landes-KPÖ das Vorhaben, zwischen Höss und Wurzeralm durch eine 4,5 Kilometer lange Tunnel-Standseilbahn unter dem unter Naturschutz stehende Karstplateau Warscheneck eine Skischaukel zu errichten.
Nachdem das bereits 2010 forcierte Projekt einer oberirdischen Skischaukel am Widerstand des Naturschutzes gescheitert ist, versucht die zum Imperium von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gehörenden Wurzeralm-Hinterstoder Bergbahnen mit kräftiger Unterstützung von Landespolitik, örtlichen Bürgermeistern und Tourismusverband jetzt neuerlich die Region für seine Profite zu vermarkten respektive zu verwüsten.

Das von einer politischen und medialen Lobby mit den üblichen Totschlag-Argumenten des „Überlebens“ der Skiregion Pyhrn-Priel und der Schaffung von Arbeitsplätzen forcierte Projekt ignoriert nicht nur alle ökologischen Bedenken und läuft auf die großflächige Zerstörung der Natur hinaus. Es ist laut Fachleuten auch wirtschaftlich unsinnig und rückwärtsorientiert. Der prognostizierten Besucher_innenzuwachs ist völlig überzogener Zweckoptimismus und das Projekt letztlich auch nicht konkurrenzfähig mit bestehenden weit größeren Skiregionen.

Bereits 2010 war geplant ein Skigebiet mit 70 Pistenkilometern in einer Höhenlage zwischen 600 und 2.000 Metern aus dem Boden zu stampfen. Während das 2011 vorgestellte und ausgerechnet über das erst 2008 verordnete Naturschutzgebiet Warscheneck-Nord geplante Projekt mit 75 Millionen Euro veranschlagt war, ist bei der Neuauflage jetzt sogar von 150 Mio. Euro die Rede. Laut Experten wird Skifahren unterhalb von 1.500 Metern durch die Klimaerwärmung allerdings zunehmend weniger möglich, ist also der Einsatz von Kunstschnee aus wertvollem Trinkwasser vorprogrammiert.

Statt die Gebirgslandschaft mit Seilbahnen und Schlepplifte zu erschließen, Skipisten in die Berge zu sprengen die ohne Kunstschnee nicht betrieben werden können und eine wichtige alpine Landschaft in eine Schotterwüste zu verwandeln muss sich auch die Tourismuswirtschaft endlich auf alternative Konzepte eines ganzjährigen sanften Tourismus orientieren.

Landespolitik, Bürgermeister und Tourismusverband lassen sich offenbar einmal mehr bereitwillig vom Skiliftzampano Peter Schröcksnadel – der durch seinen Expansionsdrang zunehmend zur Gefahr für die österreichischen Tourismusregionen wird – in politische Geiselhaft nehmen. Das Schröcksnadel-Imperium ist in Oberösterreich mittlerweile an den Liften und Seilbahnen in Hinterstoder, Kasberg und Hochficht sowie an der Skisprungschanze in Hinzenbach beteiligt.

Schröcksnadel ist dafür bekannt, dass er sich als Retter feiern, aber Land und Gemeinden für seine Projekte zahlen lässt: „Die Kritik von Naturschutz- und Alpinvereinen ist daher um den Aspekt einer für die Demokratie unerträglichen Verfilzung von Wirtschaft und Landespolitik zu ergänzen“ meint Furtlehner abschließend.