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Frei.Wild-Absage: Blaubraune Kumpanei von FPÖ und Rechtsextremen

  • Montag, 18. März 2013 @ 12:41
News Als bezeichnend für die Kumpanei von FPÖ und offenem Rechtsextremismus sieht KPÖ-Landessprecher den Schulterschluss bei den blaubraunen Reaktionen auf die Verweigerung der städtischen Rotax-Halle für das geplante Konzert der Gruppe Frei.Wild in Wels. Dabei kann von Konzertverbot oder Zensur keine Rede sein, gab es doch noch gar keinen Vertrag zwischen der Stadt Wels und dem Veranstalter des Frei.Wild-Konzerts, was diesen freilich nicht hinderte bereits Tickets zu verkaufen.

Nicht verwunderlich ist wenn etwa Robert Faller, Gründer der mittlerweile wegen NS-Wiederbetätigung verbotenen „Nationalen Volkspartei“ sich über die Konzertabsage empört. Die Wehleidigkeit und Paranoia, die auch die Texte der Band prägen, spiegeln sich auch beim Rechtsextremisten Ludwig Reinthaler, der gegen den „linksextremen Ausländerbürgermeister“ Koits wettert.

Aber auch FPÖ-Stadtobmann Gerhard Kroiß, der Wiener FPÖ-Politiker Johann Gudenus und der Tiroler Werner Königshofer, wegen rechtsextremer Äußerungen aus der FPÖ ausgeschlossen, outen sich als Frei.Wild-Fans. Das wurde sogar ÖVP-Vizebürgermeister Peter Lehner zu steil, dessen Partei gemeinsam mit der FPÖ erst kürzlich eine deutlich höhere Subventionierung für das „Richard-Wagner-Festival“ trotz Wagners fanatischen Judenhass und seiner ideologische Vorläuferrolle für den Nationalsozialismus beschlossen hatte.

Laut Experteneinschätzung rockt die Band Frei.Wild durch eine gefährliche Grauzone. Die 2001 gegründete Südtiroler Band beschallt mittlerweile große Festivals und Riesenhallen mit Texten unter dem Motto „Sprache, Brauchtum und Glaube sind Werte der Heimat, ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk“. Nach Eigendefinition werden „lebensnahe, lebensbejahende Texte“ geboten wie etwa: „Wir haben Leute verdroschen (. . .), keine Gefangene gemacht. Wir haben gesoffen und geboxt, standen oft vorm Richter, keine Reue, haben darüber gelacht.“ Im Klartext geht es um einen Mix aus Heimattümelei, Volksgemeinschaft, Rechtsextremismus und Gewalt.

Der Protest in der Rockszene sorgte dafür, dass die Nominierung von Frei.Wild für einen Echo, den wichtigsten deutschen Musikpreis, mit dem Verweis auf die Kritik an der Nähe der Band zu rechtem Gedankengut zurückgenommen werden musste. Frei.Wild-Sänger Philipp Burger war einst ein rechter Skinhead, was heute als Jugendsünde abgetan wird. Burger war in Südtirol auch bei den Freiheitlichen engagiert, die mit der FPÖ kooperieren.

„Schließlich ist bekannt, dass Rechtsextreme ihren Nachwuchs zunehmend im Umfeld der Rockmusik rekrutieren. Zunehmend spielen auch bekannte Bands mit rechten Gedanken und arbeiten mit subtilen Anspielungen und Andeutungen“, so Furtlehner. Das Standardargument solcher Bands und Konzertveranstalter, dass man sich von Neonazis unter den Konzertbesuchern distanziere, aber es stehe „begrenzt in der Macht einer Band, sich ihre Hörerschaft auszusuchen“ ist eine völlig unglaubwürdige Alibihandlung.


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