Stellungnahme von KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn zur Beschlussfassung des Kulturentwicklungsplanes bei der Gemeinderatssitzung am 24.1.2013.

Prinzipiell ist es gut den KEPneu heute zubeschließen. Es ist ja eine Menge Arbeit hineingeronnen und viele Maßnahmen, die gesetzt werden sollen sind richtig und wichtig. Ob es ein Papiertiger wird, werden wir sehen. Und ob letztendlich nur der Ansatz, Kultur als reinen Standortfaktor in der neoliberalen Stadtkonkurrenz zu sehen, übrigbleibt, wird sich zeigen. Die entscheidende Frage bleibt für die KPÖ, ob die Verschränkung des Sozialen mit der Kultur, nämlich ob das Kulturbudget wie im KEP neu angekündigt, zur freien Szene umgeschichtet wird oder nicht. Fakt ist es ja, dass im heurigen Budget, die berechtigten Forderungen der freien Kulturszene nach Anhebung ihres Anteils am Kulturbudget, wieder nicht erhört wurden.

Wenn man sich schon als Kulturstadt sieht, sollte man die Augen vor der prekären Lage vieler Kunstschaffender und KulturarbeiterInnen nicht verschließen, sondern auch handeln. Hochglanzprospekte machen ja bekanntlich nicht satt, sondern im besten Fall Gusto auf das Kommende. In diesem Sinne stimme ich dem KEPneu zu.