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Pühringer soll Burschenbundball absagen

  • Dienstag, 15. Januar 2013 @ 08:44
News Mit Verweis auf den Offenen Brief von über 30 Prominenten, darunter bekannte Kulturschaffende wie Josef Hader, Harald Krassnitzer, Erwin Steinhauer, Anna Mitgutsch, Erich Hackl, Robert Schindel, Franzobel, Ludwig Laher, Willi Resetarits fordert auch die KPÖ Landeshauptmann Josef Pühringer auf, nicht am diesjährigen Burschenbundball am 19. Jänner im Linzer Kaufmännischen Vereinshaus teilzunehmen.

„Statt sich von den Burschenschaften eindeutig abzugrenzen, die in der hoffnungslos mit rechtsextremen Aktivitäten verfilzten FPÖ tonangebend sind, nimmt das Land durch die Aufwertung des Burschenbundballes mit der Teilnahme des Landeshauptmannes einen schweren Imageschaden in Kauf“, kritisiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Der Burschenbundball ist nach dem Wiener Korporationsball, der sich nach jahrelangen massiven Protesten nunmehr Wiener Akademikerball nennt, eine der größten Veranstaltungen der deutsch-völkischen Männerbünde in Österreich. Diese Veranstaltung ist angesichts des eindeutigen und vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) immer wieder bestätigten ideologischen Hintergrundes der FPÖ-nahen deutschnationalen Burschenschaften kein „unpolitisches Ereignis“.

Die Rechtfertigung, auf dem Ball selbst sei keinerlei rechtsextremes Gedankengut feststellbar, ist äußerst fadenscheinig und blendet den bekannten ewiggestrigen Hintergrund der Veranstalter einfach aus. Die KPÖ kritisiert auch die Aufwertung der rechten Zusammenrottung durch Inserate renommierter Unternehmen. So sponserten 2012 unter anderem Sparkasse, gwb, Energie AG, Wohnbau2000, Hypo und Raiffeisen diesen Ball. Ebenso fordert die KPÖ neuerlich die Leitung des Vereinshauses auf, künftig den Burschenschaften das Kaufmännische Palais zu verweigern.

Wie die Unterzeichner des Offenen Briefes und das OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, dem auch die KPÖ angehört, verbreiten die Veranstalter des Balls rechtsextremes Gedankengut. Das gilt insbesondere für die in Linz führende Burschenschaft Arminia Czernowitz, die auch innerhalb der Burschenschaften dem ausgesprochen rechtsextremen Flügel angehört.

So unterstützte sie etwa 1980 über das Komitee „Waffenstudenten für Dr. Burger“ die Bundespräsidentschaftskandidatur von Norbert Burger, des mittlerweile verstorbenen Chefs der 1988 wegen NS-Wiederbetätigung verbotenen Nationaldemokratischen Partei (NDP). Für eine Veranstaltung am 30. April 2010 warb die Armina mit einem Nazi-Sujet aus dem Jahre 1931. Lediglich wurde statt der Feindbilder „Marxismus“ und „Hochfinanz“ aktuell die Begriffe „Fremdherrschaft“ und „Globalisierung“ übernommen.

Ein prominentes Mitglied der Arminia ist Helmut Golowitsch, der in den 60er Jahren als „Freiheitskämpfer“ in Südtirol tätig und 1967 Mitbegründer der NDP war. Mitglied der Arminia ist auch der Linzer FPÖ-Stadtrat Detlef Wimmer, der vom Bundesheer wegen seiner Kontakte zur rechtsextreme Szene als Sicherheitsrisiko abgelehnt wurde. Weitere Mitglieder sind die FPÖ-Gemeinderäte Michael Raml und Markus Hein.

Die KPÖ begrüßt daher die Proteste gegen den Burschenbundball und ruft zur Teilnahme an der Demonstration gegen dieses rechte Spektakel auf (Samstag, 19. Jänner 2013, Treffpunkt 18:00 Uhr, Linz, AEC-Platz).




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