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Zitate die für sich sprechen…

  • Montag, 14. Januar 2013 @ 08:00
Frieden Zum Berufsheer

Es waren die Sozialdemokraten, die 1934 von einem Berufsheer zusammengeschossen worden sind. Die Wehrpflicht war deshalb eine linke Idee. Dass sich jetzt die SPÖ für ein Berufsheer und die ÖVP dagegen ausspricht, ist eine lustige Ironie der Geschichte. Konrad Paul Liessmann, Die Presse, 29.7.2011

Die Verteidigung ist heute nicht ein Problem mit Slowenien, sondern es geht darum, im europäischen Verbund in Zusammenarbeit mit der NATO einsatzbereit zu sein, die Rohstoff- und Energiequellen zu verteidigen, die Transportwege, Seewege und Pipelines. Dazu kommen das Flüchtlingsproblem, Terrorismus und Cyberwar. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister, Österreich, 7.9.12

Eine Neuaufstellung des Bundesheeres wird mehr und mehr Bestandteil der europäischen Sicherheitsstruktur. Da könnte ein Berufsheer von Vorteil sein. Hannes Swoboda, SPÖ-Europaabgeordneter

Die Schaffung eines Berufsheeres führt zur Einbindung Österreichs in die EU-Militarisierung und EU-Kriegspolitik. Dies macht Österreich nicht sicherer. Im Gegenteil: es macht Österreich zu einem Kriegsteilnehmer und somit auch zum Angriffsziel. Plattform „Neutralität statt Berufsheer und EU-Kampftruppen!“, 2011

Wir brauchen … ein kleines, aber modern ausgestattetes Heer, das … die Fähigkeit zur Teilnahme an internationalen Einsätzen … zur Sicherung europäischer Interessen (besitzt). Erich Reiter, Ex-Leiter der Präsidialsektion des Verteidigungsministeriums, Die Presse, 31.8.2012

Was allerdings das Budget bei Weitem nicht abdecken könnte, wäre ein Berufsheer. Das wäre finanziell nicht realisierbar. Norbert Darabos, Verteidigungsminister, Krone, 11.4.2009

Das Modell von Darabos ist Unsinn, zu teuer und ineffizient. Eva Glawischnig, Grünen-Chefin, OÖN, 31.8.2012

Ich weiß auch, dass ein Berufsheer keinesfalls die kostengünstigere Alternative ist. Demnach würden sich bei einem Berufsheer die Kosten sogar verdoppeln. Norbert Darabos, Verteidigungsminister, laut Kommentar Barbara Blaha, Der Standard, 29.11.2012

Fakt ist, dass sich Verteidigungsminister Darabos aufgrund eines Wahlkampfgags von der Wehrpflicht verabschiedet hat. Bis zum Wiener Wahlkampf war er ein Befürworter der Wehrpflicht. Johanna Mikl-Leitner, Innenministerin, Österreich, 25.11.2012

Wie Darabos noch 2010 vorgerechnet hat, käme ein Berufsheer doppelt so teuer wie das gegenwärtige Modell. Zum offensichtlichen Mehraufwand für Personal, Rekrutierung und Ausrüstung kämen aber dann auch noch beträchtliche versteckte Kosten. Barbara Blaha, Ex-ÖH-Vorsitzende, Der Standard, 11.9.2012

In Wahrheit haben ja schon ein Berufsheer. Wir haben 24.000 Berufstätige im Heer, davon 15.000 Militärs für 11.000 Wehrdiener. Das ist ein Missverhältnis. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister und Sprecher des Personenkomitees Pro Berufsheer, Der Standard, 12.1.2013

Das Konzept, dass Darabos vorgelegt hat, ist ein Mythos, ein Wirrwarr von unterschiedlichen Vorstellungen. Da wird mit Kosten argumentiert, von denen man weiß, dass sie nicht stimmen. Veit Sorger, Ex-Industriellenpräsident und Sprecher des Personenkomitees Pro Wehrpflicht, Der Standard, 12.1.2013

Von 2000 bis 2006, in der Schüssel-Haider-Grasser-Regierung, war sicherlich nicht Darabos Verteidigungsminister. Im damaligen Regierungsprogramm wurde das Berufsheer als Ziel festgelegt. Der Landeshauptmann von Niederösterreich hat etwa zeitgleich gesagt, am Berufsheer führt kein Weg vorbei. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister und Sprecher des Personenkomitees Pro Berufsheer, Der Standard, 12.1.2013

Zum Wehrdienst

Sie werden doch nicht glauben, dass ich eine seit Jahren aus guten Gründen eingenommene Position, die mit der Regierung abgestimmt ist, die in der Heeresreformkommission Akzeptanz gefunden hat, einfach über Bord werfe. Selbstverständlich nicht. Heinz Fischer, Bundespräsident, Die Presse, 13.4.2010

Aber noch ein wichtigeres Argument gegen ein Berufsheer ist: Ich will keinen Staat im Staat! Ich will Soldaten, die mitten im Leben stehen. Ich will ein Heer, das in der Gesellschaft verankert ist. Norbert Darabos, Verteidigungsminister, Krone, 11.4.2009

Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt. Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben. Norbert Darabos, Verteidigungsminister, Tiroler Tageszeitung, 3.7.2010

Vor einem Jahr war die allgemeine Wehrpflicht noch in Stein gemeißelt. Ein Stein besteht doch nicht aus Butter. Heinz Fischer, Bundespräsident, OÖN, 17.1

Dass man den Wehrdienst nicht um des Zivildienstes braucht, hat Caritas-Präsident Franz Küberl dargelegt. Erich Reiter, Ex-Leiter der Präsidialsektion des Verteidigungsministeriums, Die Presse, 31.8.2012

Das Rote Kreuz braucht die Zivildiener im Prinzip nicht, wir können das anders organisieren. Fredy Mayer, Rotkreuz-Präsident, Kommunal, 10/2012

Eine Katastrophe wäre es nicht. Wenn wir militärische Unterstützung durch professionell ausgebildete Spezialisten kriegen. Albert Kern, Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes, Der Standard, 15.12.2012 zur Auswirkung der Abschaffung der Wehrpflicht auf die Katastrophenhilfe

Als Staatsbürgerin und Mutter glaube ich, dass die Wehrpflicht ein gutes Instrumentarium für junge Leute ist: Sie ist ein wichtiges Rüstzeug – für den Beruf aber auch das soziale Verhalten in Vereinen. Johanna Mikl-Leitner, Innenministerin, Die Presse, 29.10.2011

Österreichische Soldaten sind die billigsten Soldaten Europas und national und international immer vorne dabei! Günter Polajnar, Brigadekommandant i.R., Kleine Zeitung, 10.4.2010

Was hindert Österreich, Allianzen zu suchen und für eine Verteidigungspolitik auf europäischer Basis einzutreten. Dann ist die ganze Debatte nicht auf Katastrophenschutz und Zivildienst reduziert. Bevor es ein solches Konzept nicht gibt, rate ich von der vorschnellen Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ab. Franz Vranitzky, ehem. Bundeskanzler, Kurier.at, 28.9.2012

Es ist nicht wahrscheinlich, dass unser Land überfallen wird, aber andere Bedrohungsszenarien sind aufgetaucht: Cyberwar, Terrorismus und auch soziale Unruhen … sind möglich. Daher muss sichergestellt werden, dass die nötigen Ressourcen bereitstehen. Veit Sorger, Ex-Industriellenpräsident und Sprecher des Pro-Wehrpflicht-Komitees, OÖN, 5.1.2013

So ist auch die Wehrpflicht eine der Pflichten, die ein Staatsbürger zu erfüllen hat, das hat jetzt nichts mit Ideologie zu tun, das hat mit Verantwortung und Werten zu tun. Wenn ich das schon höre: Zwangsarbeit oder Fronarbeit! Veit Sorger, Ex-Industriellenpräsident und Sprecher des Personenkomitees Pro Wehrpflicht, Der Standard, 12.1.2013

Zu Beginn schien es wohl schlau, kein Konzept zur Wehrpflichtreform vorzulegen, das zerpflückt werden kann. Inzwischen darf Wehrpflichtbefürwortern mulmig werden. Je länger das Schweigen dauert, desto peinlicher wird es. Ulrike Weiser, Die Presse, 13.1.2013

Den Reformstau allein Norbert Darabos anzulasten ist auch nur die halbe Wahrheit. Wie viele ÖVP-Verteidigungsminister gab es seit den späten 1980ern? Ach ja, drei. Wer hat die Milizübungen abgeschafft? Ach ja, Günther Platter. Ulrike Weiser, Die Presse, 13.1.2013

Wer Österreich von außen beobachtet, muss den Eindruck bekommen, dass unser Heer wahlweise eine Sozialsystemstütze, ein Naturkatastrophen-Notdienst oder eine pädagogische Anstalt mit eingebauter Integrationsmaschine ist. Mit Sicherheitspolitik hat es anscheinend weniger zu tun. Ulrike Weiser, Die Presse, 13.1.2013

Die erwünschte Binnenpazifizierung Europas darf nicht mit einer zunehmenden Außenaggression erkauft werden! Beim neokolonialen Projekt eines militarisierten europäischen Imperiums sollen wir weder mit einem Berufsheer noch mit einer Wehrpflichtarmee dabei sein. Franz Sölkner, Steirische Friedensplattform und Pax Christi, Der Standard, 12.1.2013

Zur Abschaffung

Ich bin überhaupt für die Abschaffung des Bundesheeres. Renate Pacher, KPÖ-Landtagsabgeordnete, Kleine Zeitung, 20.9.2010

Die Abschaffung des Bundesheeres ist die fortschrittliche Alternative zu den rückwärtsgewandten Positionen der Parlamentsparteien. Daher tritt die KPÖ im Sinne eines konsequenten Antimilitarismus für die Auflösung des Bundesheeres ein. Mirko Messner, KPÖ-Bundessprecher, Aussendung 29.8.2012

Die öffentliche Debatte rund um Österreichs Bundesheer greift zu kurz. Die Frage lautet nicht: Allgemeine Wehrpflicht oder Hightech-Berufsheer?, sondern: Wozu überhaupt ein Heer? Wolfgang Koch, Die Presse, 22.10.2011

Allerdings fühle ich mich wie viele andere um die dritte Abstimmungsoption gebracht: die Abschaffung des Bundesheeres in seiner heutigen Form. Barbara Blaha, Ex-ÖH-Vorsitzende, Der Standard, 12.12.2012

Was in der Diskussion verschwiegen wird: Es gibt noch eine dritte Option, nämlich die Abschaffung des Bundesheeres. Jahrelang hatten die grün-alternativen Bewegungen genau das gefordert. Conrad Seidl, Der Standard, 17.12.2012

Wir können jetzt auch nachdenken, ob wir überhaupt ein Bundesheer brauchen. Franz Sieder, Kaplan, Pax Christi Amstetten

Es gibt derzeit – da bin ich erstmals einig mit der Friedensbewegung – weit mehr waffenstrotzende Heere, als sich durch „Bedrohungsbilder“ rechtfertigen lassen – da kann ein waffenloser Kleinstaat vielleicht sogar ein Anstoß zum Nachdenken sein. Peter Michael Lingens, profil, 8.12.2012

Ich bin für gar kein Heer. Jessica Müller, VSStÖ-Vorsitzende, Die Presse, 14.10.2012

Die GPA-djp Jugend spricht sich kategorisch gegen die Einführung eines Berufsheeres aus. Weiters lehnen wir Rüstung und Militarisierung grundsätzlich ab und sprechen uns für einen Entmilitarisierungsprozess bis hin zur gänzlichen Abschaffung aller militärischen Bereiche aus. Bundesjugendvorstand der GPA-djp, Beschluss 7.10.2012

Zur Volksbefragung

Was Michael Häupl anfängt, bringt Erwin Pröll zu Ende. Rainer Nowak, Die Presse, 28.8.2012

Wer die Katze im Sack kauft, kann sich wenigstens der Katze sicher sein. Wer hingegen am 20. Jänner zur Volksbefragung schreitet, hat nur eine Gewissheit: Für dumm verkauft zu werden. Andreas Koller, SN, 7.1.2013

Die Volksbefragung kann als eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera wahrgenommen werden. Die Alternative könnte auch eine engagierte internationale Friedenspolitik sein. Franz Sölkner, Steirische Friedensplattform und Pax Christi, Der Standard, 12.1.2013

Die Befragung an sich ist ein Missbrauch der direkten Demokratie. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister und Sprecher des Personenkomitees Pro Berufsheer, Der Standard, 12.1.2013

Die SPÖ hat, sicherlich durch Häupl wahltaktisch motiviert, einen Salto nach vorne gemacht. Die ÖVP hat einen Salto nach hinten gemacht. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister und Sprecher des Personenkomitees Pro Berufsheer, Der Standard, 12.1.2013

Aber Spindelegger wollte diese Befragung doch gar nicht, der musste das genauso auf Befehl machen. Hannes Androsch, Ex-Finanzminister und Sprecher des Personenkomitees Pro Berufsheer, Der Standard, 12.1.2013

Frau Rudas hat doch zugegeben, dass es ihr nicht um Sachargumente geht. Die Abschaffung der Wehrpflicht ist reiner Wahlkampf. Veit Sorger, Ex-Industriellenpräsident und Sprecher des Personenkomitees Pro Wehrpflicht, Der Standard, 12.1.2013

Die bei der kommenden Volksbefragung vom 20. Jänner ausschließlich zur Wahl stehenden Alternativen "Wehrpflicht oder Berufsheer" charakterisieren die Flachheit der aktuellen Sicherheitspolitik. Franz Sölkner, Steirische Friedensplattform und Pax Christi, Der Standard, 12.1.2013


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