Für die Gemeinderatssitzung am 22. Novemberr hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Personalstadtrat Johann Mayr (SPÖ) zum Thema atypische Beschäftigung im Magistrat Linz eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrter Herr Stadtrat!

Der öffentliche Dienst ist ein Gradmesser der Beschäftigungspolitik. Damit hat auch die Stadt Linz einerseits eine Vorbildrolle im Bereich der Arbeitsverhältnisse und Einkommen und ist andererseits auch in einem Bereich gefordert, wo durch Politik direkt Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Durch die restriktive Budget- und Sparpolitik der letzten Jahre geht die Entwicklung jedoch in eine ganz andere Richtung. Diese hat vor allem zu Auslagerungen von Tätigkeitsfeldern und zu Aufnahmestopps geführt.

Die Einsparungen fanden durch die Reduzierung von Dienstposten und Veränderungen der Beschäftigungsverhältnisse statt. Durch diese Politik kam es im öffentlichen Sektor vor allem zu einem Abbau von gesicherten Vollzeit- bzw. Normalarbeitsplätzen und einer Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Wie hoch ist der Anteil atypischer Arbeitsverhältnisse beim Personal im Magistrat bzw. der Unternehmensgruppe Linz und wie hat sich dieser Anteil in den letzten zehn Jahren entwickelt? Wie hat sich beim Magistrat bzw. in der UGL die Zahl von Teilzeitbeschäftigten, geringfügig Beschäftigten, befristeten Dienstverträgen, LeiharbeiterInnen, Werkverträgen und Praktika entwickelt? Wie viele Arbeitsplätze sind in den letzten zehn Jahren durch Fremdvergabe (etwa bei der Reinigung) verloren gegangen? Worin besteht die vorwiegende Motivation zur Wahl solcher atypischer Beschäftigungsverhältnisse?

Mit freundlichen Grüßen!
GR Magª Gerlinde Grünn