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Antifa-Netzwerk fordert Verbot des Black-Metal-Konzerts in Mining

  • Mittwoch, 25. Juli 2012 @ 15:23
Antifa Im Jahr 2009 sollte in Mining (Bezirk Braunau) unter dem Motto „Rape for Satan“ (“Vergewaltigen für Satan“) ein Black-Metal-Konzert stattfinden. Nach antifaschistischen Protesten wurde dieses Konzert von Bürgermeister Günter Hasiweder untersagt. Er wolle nicht, „dass wir Mininger in Verdacht kommen, wir würden diesem abscheulichen Gedankengut auch noch Nährboden bieten“, sagte Hasiweder damals.


Nun, drei Jahre danach, ist für 17. und 18. August wieder ein Black-Metal-Konzert am selben Veranstaltungsort geplant. Dem Vernehmen nach wollen die Behörden nur den Auftritt der Band „Nargaroth“ verbieten, das Konzert aber zulassen.

„Das wäre völlig unverständlich“, kritisiert Dr. Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Antifa-Netzwerks, dem 64 Organisationen angehören. „Auch mehrere andere Bands stehen für zutiefst menschenverachtende, gewaltverherrlichende und rechtsextreme Inhalte.“

Das Netzwerk verweist etwa auf die Gruppe „Selbstentleibung“, die schon am untersagten Konzert 2009 teilnehmen wollte. Diese Gruppe hat ihre erste CD beim rechtsextremen deutschen Musiklabel „Christhunt Productions“ veröffentlicht. Schlagzeuger „Ördögver“ sagt in einem Interview mit dem Magazin „Enemy of God“ („Feind Gottes“), „Schwäche und Behinderungen“ seien lange genug geduldet worden. Es mache ihn „krank zu sehen wie der ganze Abschaum die Intelligenten und Tapferen parasitiert“. Auf der „Myspace“-Seite von „Ördögver“ wird Antifaschisten mit dem Fingerbrechen gedroht.

Die deutsche Band „Eternity“ zählt zum Urgestein der rechten Black-Metal-Szene. Ihre neueste CD hat sie – wie schon mehrere andere zuvor – beim Label „World Terror Commitee“ („Welt-Terrorkomitee“) des Neonazis Sven Zimper veröffentlicht.

Ein Album der Gruppe „Moredhel“ heißt „Satanic Endsieg“ („Satanischer Endsieg“, erschienen 2010). Die Gruppe bietet ein T-Shirt an, das in Frakturschrift den antisemitischen Spruch „Schrapnell-Stürme über Zion – Schwarze Wölfe geistern umher – Scheiterhaufen bis zum Horizont – Jehova ist vernichtet“ trägt. „Moredhel“-Sänger „Nevcairion“ betätigte sich heuer beim „Under the Black Sun“-Festival in Deutschland als Security-Mann. („Black Sun“, also die „Schwarze Sonne“, war ein Symbol der SS.) Der Sänger schlug einen Konzertbesucher von der Bühne und meinte dann im Internet: „vor 10 jahren hätte man den noch mit der eisenstange von der bühne geholt.“ Auf ihrer „Myspace“-Seite droht „Moredhel“ Kritikern offen mit Gewalt.

„Gerade zum Friedensbezirk Braunau passt dieses Konzert wie die Faust aufs Auge“, stellt Netzwerk-Sprecher Eiter fest. „Es würde Rechtsextremisten und Neonazis magnetisch anziehen. Deshalb fordern wir Bezirkshauptmann Dr. Wojak und Bürgermeister Hasiweder auf, das Black-Metal-Konzert zu verbieten!“

Info: http://www.antifa.co.at/


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