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Verteuerungen am Immobilienmarkt sind sozialer Sprengstoff

  • Donnerstag, 21. Juni 2012 @ 11:17
News Als besorgniserregend sieht die KPÖ die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt. Die durch Eurokrise und Angst vor Geldentwertung angeheizte Flucht überschüssigen Kapitals in Immobilien treibt nicht nur die Preise für Wohnungen und damit die Mieten hoch, sondern birgt auch die Gefahr einer Immobilienblase, wie sie in krasser Form 2007 in den USA die große Krise ausgelöst hat und derzeit in Spanien akut ist, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Im Jahre 2011 waren gebrauchte Eigentumswohnungen in Wien um 10,5 Prozent teurer als 2010. Bauland verteuerte sich in Salzburg um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und für Reihenhäuser musste in Linz um 12,5 Prozent mehr bezahlt werden. Linz war mit 6,75 Prozent Verteuerung auch Spitzenreiter beim Durchschnitt des Preisanstieges für Immobilien. Analog sind die Quadratmeterpreise für neue Eigentumswohnungen in Wien von 2011 auf 2012 um 9,7 Prozent auf 3,298 Euro gestiegen, in Tirol um 7,6 Prozent auf 2.579, in Vorarlberg um 7,1 Prozent auf 2.964 und in Oberösterreich um 6,4 Prozent auf 1.988 Euro.

„Dass die Verteuerungen von Immobilien ein mehrfaches der allgemeinen Inflationsrate betragen korrespondiert mit der schon seit Jahren anhaltenden Tendenz, dass Mieten und Wohnkosten weit höher steigen als der Verbraucherpreisindex und muss als sozialer Sprengstoff interpretiert werden“, so Furtlehner.

Da Immobilien durchwegs nicht wegen Eigenbedarf, sondern als Wertanlage erworben werden liegt auf der Hand, dass die Investoren möglichst hohe Renditen erwarten, was im Klartext einen entsprechenden Auftrieb für die Mieten bedeutet. Laut Experteneinschätzung richtet sich die Begierde von Anlegern zunehmend auf gebrauchte Wohnungen und weniger gute Lagen, weil dort im Gegensatz zu neuen Eigentumswohnungen, Luxuswohnungen oder zentralen Lagen deutlich höhere Renditen von fünf Prozent aufwärts zu erwarten sind. So sind etwa laut Wirtschaftskammer gebrauchte Eigentumswohnungen in Wien-Favoriten binnen Jahresfrist um 19 Prozent teurer geworden. Anleger setzen zudem auch vorwiegend auf diesen Sektor, weil das Ausfallsrisiko bei vielen Mietern geringer ist als bei Bürovermietungen im großen Stil mit wenigen Mietern.

Weil das Übermaß an Reichtum nicht im Sinne sozialer Gerechtigkeit steuerlich abgeschöpft wird, drängt das überschüssige Kapital in möglichst renditeträchtige Veranlagungen. Es ist bezeichnend, dass sich unter den 50 reichsten ÖsterreicherInnen laut „trend“ auffallend viele befinden, deren Vermögen in Immobilien veranlagt ist. Beispiele dafür sind Ingrid Flick (6,8 Mrd. Euro Vermögen), Karl Wlaschek (3,5), Heidi Horten (3,1), Michael Kaufmann (1,65), Melinda Esterhazy (1,14), Franz Mayr-Melnhof (1,1) und zahlreiche andere.

Um diese negative Entwicklung auf dem Immobilienmarkt zu bremsen und sind regulierende Maßnahmen wie die Anpassung der Grundsteuer auf den Verkehrswert bei Herausnahme derselben aus dem Betriebskostenkatalog, die doppelte Grundsteuer auf als Bauland gewidmete aber nicht binnen fünfi Jahren bebaute Grundstücke und Rückwidmung überschüssigen Baulandes in Grünland notwendig. Darüber hinaus auch ein Mietrecht das für alle Wohnungen gilt und eindeutige Kategoriemietzinse entsprechend Baualter und Ausstattung der Wohnungen statt dem Wildwuchs der Richtwerte mit Zu- und Abschlägen vorsieht um soziales Wohnungen zu ermöglichen. Grundsätzlich gilt es aber das Übermaß an Reichtum durch eine Vermögenssteuer abzuschöpfen, womit auch die öffentliche Hand mehr Geld für einen öffentlichen Wohnbau zur Verfügung bekäme.




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