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Linzer KPÖ forciert Debatte über Freifahrt auf Öffis

  • Dienstag, 19. Juni 2012 @ 14:42
News Im Rahmen ihrer Anfang Mai gestarteten Kampagne „Freifahrt für alle“ legt die Linzer KPÖ nun eine 12-seitige Broschüre mit den wichtigsten Argumenten für die kostenlose Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Landeshauptstadt vor.

Ebenso weist die KPÖ auf die bei den städtischen Linz Linien an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig mögliche Mitnahme von zwei Erwachsenen und vier Kindern bei Besitz einer Netzkarte hin und bietet dazu eigene Flyer, Aufkleber und Button unter dem Motto „Ich nehm dich mit“ an. Diese Aktion thematisiert auch die Problematik, dass „Schwarzfahren“ teilweise stärker bestraft wird als Ladendiebstahl.

„Steigende Spritpreise, verstopfte Straßen, Stau, Abgase, Lärm – der Autoverkehr stößt unübersehbar an seine Grenzen. Alternativen sind angesagt, die Zukunft gehört dem öffentlichen Verkehr“ meint KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn als Begründung der Freifahrt-Kampagne. Die KPÖ betrachtet Mobilität als ein Grundrecht und Teil eines guten Lebens unabhängig vom Einkommen, allerdings nicht die Mobilität des uneingeschränkten Autoverkehrs sondern eben die Freifahrt.

Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fährt das oberste Viertel der Einkommensbezieher vier Mal mehr mit dem Auto als das unterste Viertel. 60 Prozent der Haushalte, die dem unteren Einkommensviertel angehören aber nur vier Prozent der reicheren Haushalte besitzen gar kein Auto. Wer weniger verdient, legt also einen höheren Anteil der Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Jedoch leiden Finanzschwache um ein Vielfaches stärker an Lärm und Abgasen.

Zur Machbarkeit einer Freifahrt beruft sich die KPÖ nicht nur auf Beispiele in anderen Ländern, sondern auch auf zwei maßgebliche österreichische Institutionen: So stellte e-Control-Chef Walter Boltz fest: „Es werden sowieso weniger als 30 Prozent der Kosten durch den Verkauf von Tickets getragen. Mehr als 70 Prozent kommen aus dem öffentlichen Bereich. Der Nulltarif ist eine effiziente Maßnahme für das Energiesparen. Damit soll eine Verhaltensänderung ausgelöst werden, die aufgrund der bisher gesetzten Verkehrsmaßnahmen nicht schnell genug erreicht wird.“ (Der Standard, 11.10.2011).

In einem Positionspapier der oö Umweltanwaltschaft für die Landtagsperiode 2009 bis 2015 wird unter anderem verlangt, Kostenanreize „bis zur Gratisnutzung“ für den öffentlichen Verkehr zu schaffen. Drei Tonnen CO²-Ausstoss pro Person wären klimaverträglich, derzeit kommen pro OberösterreicherIn freilich im Durchschnitt elf Tonnen im Jahr. Die Umweltanwaltschaft hat dazu als Hauptproblem die Lärmbelastung, weiters den Flächenverbrauch durch eine völlig verfehlte Siedlungs- und Verkehrspolitik, eine vernetzte Verkehrspolitik mit Schwerpunkt öffentlicher Verkehr und die Forcierung erneuerbarer Energie und Energieeinsparung festgehalten.

Infos und Materialien zur KPÖ-Kampagne gibt es auf www.freifahrtlinz.at, dort kann auch eine Online-Petition unterstützt werden.




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