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Linzer SPÖ widerspricht sich bei der Frauenförderung

  • Dienstag, 22. Mai 2012 @ 08:44
News Es ist widersinnig, wenn die Linzer SPÖ von Migrationsvereinen eine Frauenquote in den Vorständen einfordert, gleichzeitig aber im eigenen Entscheidungsbereich Frauen bei der Besetzung von Spitzenpositionen im Magistrat gezielt ausgrenzt, meint KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.

Aktueller Anlass für diese Kritik ist die Nominierung eines deutschen Managers für die Leitung des Gebäudemanagements der Stadt. Eine als Favoritin geltende Abteilungsleiterin im Magistrat wurde von der Bestellungskommission gezielt übergangen und nicht einmal unter die ersten drei BewerberInnen gereiht, was auch die Gleichbehandlungsbeauftragte beschäftigen dürfte.

Bereits zuvor war die Neubesetzung der Leitung des Schul- und Sportamtes, wo ebenfalls einer Magistratsbediensteten der frühere Büroleiter von Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal bevorzugt wurde. Der Berufung der zweitgereihten Bewerberin wurde zwar recht gegeben, den Posten bekam sie trotzdem nicht. Auch bei der Neubesetzung der Position des Kulturdirektors wurde die Forderung von Frauenorganisationen diese Funktion mit einer Frau zu besetzen zugunsten eines ÖVP-nahen Bewerbers ignoriert. Und auch bei der Neubesetzung einer der zwei GWG-Vorstandsposten wird der Büroleiter von Vizebürgermeister Luger favorisiert und die Chance, dass eine Frau zum Zug kommt, torpediert.

Die KPÖ hat die Defizite bei der Frauenquote im Magistrat bzw. städtischen Unternehmen bereits mit einer Anfrage im März 2011 thematisiert. Bürgermeister Franz Dobusch hatte damals mitgeteilt, dass in den Gesellschaftsorganen der städtischen Unternehmen von 90 Aufsichtsratsmitgliedern 22 Frauen sind, was 24 Prozent entspricht und dass es bei den Vorständen und GeschäftsführerInnen dieser Gesellschaften nur eine Frau gibt.

Ebenfalls hatte KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn im November 2011 mit einer Anfrage die Verpflichtung zur Frauenförderung bei Auftragsvergaben nach dem Modell der Arbeiterkammer urgiert und damit Druck auf das mittlerweile in die Realisierungsphase getretene Konzept gemacht.

Wie sich die SPÖ selber widerspricht wird auch dadurch deutlich, dass die 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer (SPÖ) jetzt unter dem Motto „Frau in der Wirtschaft!“ eine mindestens 40-prozentige Frauenquote in den Aufsichtsräten der landeseigenen Unternehmen bis 2014 fordert. Derzeit weisen nur drei von 16 Aufsichtsräten einen Frauenanteil von mehr als 40 Prozent auf.


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