Für die Gemeinderatssitzung am 24. Mai 2012 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Finanzstadtrat Johann Mayr (SPÖ) zum Thema Traditionsgasthäuser eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrter Herr Stadtrat! In den letzten Jahren hat die Stadt Linz mehrere Immobilien aufgekauft um durch anschließende Verpachtung die Weiterführung von Traditionswirtshäusern zu ermöglichen, zuletzt 2010 den „Schwarzen Anker“ am Hessenplatz und 2011 den „Urbanides“ in der Rudolfstraße. Bereits früher wurden auf solche Weise der „Oberwirt“ in Sankt Magdalena, das „Pöstlingbergschlössl“ und das „Fischer-Häusl“ in Urfahr übernommen und waren verschiedentlich weitere Objekte im Gespräch.

Die Übernahme dieser Objekte erfolgte unter Berufung auf den Kulturentwicklungsplan und laut Bürgermeister Dobusch, weil die Rendite für die Erhaltung von „Wirtshäusern höherer Qualität“ nicht groß genug ist und eine Verarmung der Wirtshauskultur droht.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Welche Immobilien mit Traditionsgasthäusern wurden bisher von der Stadt angekauft? Wie hoch war in den einzelnen Fällen der Kaufpreis und im Vergleich dazu die seit der Übernahme durch die Stadt erhaltene Pachtzahlung? Sind weitere derartige Ankäufe von Immobilien mit Traditionswirtshäusern durch die Stadt geplant? Sollte die Stadt die Entwicklung der Wirtshauskultur nicht dem freien Markt überlassen und sich auf die Verpachtung der Gastronomie in Volkshäusern und sonstigen städtischen Einrichtungen beschränken?

Mit freundlichen Grüßen!
GR Magª Gerlinde Grünn