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Offener Brief zum Thema Linzer Hauptplatz

  • Dienstag, 8. Mai 2012 @ 14:48
Verkehr Wie gerne würde ich FreundInnen und interessierten Menschen aus anderen Städten, Regionen und Ländern mitteilen, dass in der in Linz praktizierten Verkehrspolitik endlich Vernunft einzukehren scheint.

Doch folgt der Blockade der Vorstellung eines nicht nur in seinen Grundmaßen menschengerechten Hauptplatzes, eines Hauptplatzes ohne Durchzugsverkehr also, durch vom Autovirus in ihrem Denken lahmgelegte Stadt-PolitikerInnen nun zwangsläufig der nächste Schritt, die nächste verkehrspolitische Großtat.

Demnächst soll die Ausfahrt Hauptplatz Richtung Nibelungenbrücke bzw. Obere Donaulände verbreitert werden, damit Autos jedweder Größe problemlos aneinander vorbeikommen und kein "STAU" entsteht. Dafür nimmt man ohne Skrupel in Kauf, dass der Haltestellenbereich für über die Brücke fahren wollende Fahrgäste der Straßenbahn um 56 cm verschmälert wird und das bei einer Haltestelle, die zuvor schon zu klein dimensioniert und im Hinblick auf den vorbeirauschenden Autoverkehr als gefährlich einzustufen war.

Das ist Verkehrspolitik mit dem benzinduftenden Charme der 1950er, 1960er-Jahre, also einer Zeit, wo man begann, FußgängerInnen unter die Erde zu verbannen, Regionalbahnen zu eliminieren, anstatt sie zu attraktivieren und in Deutschland beispielsweise noch bis in die späten 1950er hinein ohne Geschwindigkeitsbeschränkung im Ortsgebiet unterwegs sein konnte, in Fortführung einer Errungenschaft der NS-Zeit.

Ich bin schon gespannt, wann in Linz die ersten Häuserzeilen abgerissen werden, um in zu eng gewordenen Straßenzügen endlich ausreichend Platz zu schaffen für jene überdimensionierten Fahrzeuge, die in einer Stadt, die sich menschenwürdig schimpft, nichts verloren hätten (Als kleines Trostpflaster bleibt mir die Lächerlichkeit, die Autofahrenden in überdimensionierten Autos anhaftet, wenn sie beispielsweise die Waltherstraße übervorsichtig durchfahren, weil ihre Fahrkünste mit der Breite ihrer Fahrzeuge nicht Schritt halten!)

Man könnte meinen, den Entscheidungsträgern bzw. einer Mehrheit der MandatarInnen liegt daran, Linz als eine der europäischen Hauptstädte verkehrspolitischer Dummheit zu profilieren, nicht nur mit dem Beharren auf dem Westring, sondern auch in kleineren Dimensionen.

Die Menschheit besteht sogar in Linz nicht nur aus AutofahrerInnen.

Erich Klinger


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