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Probahn: Öffi-Offensive statt Gezeter wegen Spritpreis-Erhöhung

  • Sonntag, 22. April 2012 @ 12:44
Verkehr • Erhöhung der Pendlerpauschale ist der falsche Weg
• Starke Fahrgast-Zuwächse in den Ballungsräumen für Öffi-Offensive nutzen
• Steuerliche Spritpreis-Mehreinnamen für Attraktivierung von Bahn und Bus verwenden
• Agglomerationsfonds wie in der Schweiz schaffen

Die Rückmeldungen von Verkehrsunternehmen, dass Pendler/-innen vermehrt auf Bus und Bahn umsteigen, ist erfreulich und sollte die Verantwortlichen von Bund und Länder beflügeln, dem durch ein noch besseres Öffi-Angebot Rechnung zu tragen.

Gewinner sind vor allem die Ballungsräume der Städte, die über 10 % mehr Fahrgäste verzeichnen können, die Autopendler bis zu 30 % abnahmen. Damit wird auch deutlich, dass die Möglichkeit und Zumutbarkeit Öffis zu benützen, in den meisten Fällen gegeben ist. Der Spritpreis hat hier lenkende Wirkung. Die Wiener Linien vermelden eine Verdoppelung des Zuwachses an Jahreskarten, bedingt auch durch die Verbilligung der Jahreskarten. Die Salzburger S-Bahn legte gar um 21 % zu.

Die Forderungen der Autofahrerclubs wiederum die Pendlerpauschale zu erhöhen, ist kontraproduktiv. Ein höheres Pendlerpauschale mindert die Bereitschaft um Umsteigen. Im Übrigen stimmt die Mär von einkommensschwachen Pendlern, die dadurch entlastet werden keinesfalls, weil nur die Bezieher höhere Einkommen aufgrund der Progression wirklich steuerlich entlastet werden. Auch eine „Mobilitätspauschale“ für alle, bringt keinen Lenkungseffekt.

Darüber hinaus belegen Statistiken, dass der Spritpreis im Verhältnis der Lebenshaltungskosten im Gegensatz zu anderen Ausgaben (Wohnung) weniger gestiegen und nahezu gleich geblieben ist.

Die Bahntarife haben sich in den letzten 10 Jahren stärker erhöht als die Spritpreise. (Statistik Austria: Preisanstiege bei Bahn 76,41 %, Spritpreis 60,8 % - Vergleichszeitraum 1997 – 2008).

probahn schlägt vielmehr vor, diesen Lenkungseffekt noch dadurch zu verstärken, dass die steuerlichen Mehreinnahmen des Staates in einen zu schaffenden Agglomerationsfonds (wie in der Schweiz) fließen zu lassen, aus dem die Länder und Kommunen für S-Bahn-Projekte oder Fahrplan-Attraktivierungen zugreifen können. Dort wo ein attraktives Angebot zwischen 5.00 und 24.00 Uhr gegeben ist, ist der Umsteigeeffekt besonders hoch.

Seitens des Bundes und der Länder könnte dieser Trend noch verstärkt werden durch eine Förderung des Jobtickets. probahn fodert von Bund und Länder eine mutige, ökologische Verkehrspolitik zu verfolgten statt sofort dem Druck der Autofahrerlobbies nachzugeben. Aufgrund der weiter schwindenden Ressource „Öl“ ist Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen angesagt, dem „Volk aufs Maul“ zu schauen, ist zu wenig und anbiedernd! Nachdem die Nachfrage zu spritfressenden SUV’s exorbitant ansteigt, scheint sich der Leidensdruck in Grenzen zu halten.

Info: www.probahn.at, www.verkehrsplattform.at


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