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Die Wasserversorgung gehört in öffentliche Hand

  • Mittwoch, 21. März 2012 @ 12:13
News Die Bedeutung der Wasserwirtschaft im öffentlichen Eigentum betont die KPÖ zum diesjährigen Weltwassertag am 22. März. Die von der EU entwickelte Wasserstrategie wird daher ihrer Bedeutung nur dann gerecht, wenn sie im Zeichen von Klimawandel und Wasserknappheit eine klare Präferenz für das öffentliche Eigentum und die politische Verantwortung für die Wasserversorgung betont, keinesfalls aber wenn damit dieser wichtige Sektor der öffentlichen Infrastruktur dem Profit der Konzerne ausliefert wird, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Eine verantwortungsvolle Trinkwasserpolitik muss auch darauf orientieren, alle Möglichkeiten eines sorgsamen Umganges mit dieser wichtigen Ressource zu beachten, insbesondere der Wasservergeudung entgegenzutreten: „Die Verschleuderung wertvollen Trinkwassers für Golfplätze in Dürrezonen wie etwa in Spanien sind daher ebenso verantwortungslos und konträr zu den Ansprüchen einer Wasserstrategie wie die Gefährdung von Trinkwasserressourcen durch Überdüngung2, so Furtlehner.

Die KPÖ verweist auf negative Beispiele in verschiedenen Ländern hin, wo eine Privatisierung erhebliche Kostensteigerungen und gleichzeitig eine schlechtere Versorgung mit sich gebracht hat. So stieg in Frankreich seit der Privatisierung der Wasserpreis enorm, ist gleichzeitig aber die Qualität des Trinkwassers massiv gesunken. Laut „Financial Times“ war die Privatisierung in Großbritannien ein „Raubzug“, „legalisierter Überfall“, „Schwindel“ und „Piraterie“.

Wasser ist neben Luft nicht durch andere Ressourcen ersetzbar. Österreich kann auf eine hervorragende Qualität der Wasserversorgung verweisen: 99 Prozent des Trinkwassers stammen aus Quell- oder Grundwasser. Zur Bedeutung der Wasserversorgung im Rahmen der Grundversorgung durch Gemeinden oder Wassergenossenschaften hat bereits der 51. österreichische Städtetag im Juni 2001 in Villach gewarnt, dass bei einer Privatisierung „lediglich ein öffentliches Monopol durch ein privates, der Einflussnahme der öffentlichen Hand entzogenes Monopol ersetzt wird, welches dem Shareholder-Value verpflichtet ist.“

In zahlreichen EU-Ländern wird die Wasserversorgung jedoch bereits von Großkonzernen beherrscht. Ein Objekt der profitablen Begierde für diese Multis sind auch die 4.250 Wasserversorger in Österreich, zumeist Gemeinden und Wassergenossenschaften. Bereits seit 2004 schreibt die mit Zustimmung Österreichs beschlossene EU-Wasserrichtlinie eine wirtschaftliche Analyse vor, seit 2010 wird die Kostendeckung vorgeschrieben.

Laut UNO wächst der weltweite Wasserverbrauch doppelt so schnell wie die Bevölkerung. Bereits jetzt lebt ein Drittel der Weltbevölkerung in trockenen Regionen, bis 2025 wird sich dieser Anteil auf 60 Prozent erhöhen, womit der Zugang zu Trinkwasser immer stärker auch Anlass für regionale Konflikte und Kriege ist, wie etwa im Nahen Osten. Gleichzeitig versickern allein in den Industrieländern 30 Prozent des Trinkwassers durch undichte Leitungen.




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