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Den ausufernden Plastikwahnsinn wirksam bekämpfen

  • Dienstag, 20. März 2012 @ 14:48
News Wirksame Maßnahmen gegen den Plastikwahnsinn fordert die KPÖ und lässt dabei die übliche Ausrede von Regierung und Parlament auf EU-weite Regelungen nicht gelten. Ein Verbot von Plastiksackerln und soweit erforderlich deren Ersatz durch Papiersackerln müsste ein erster Schritt sein, dem der Ersatz von Plastikflaschen durch standardisierte Glasflaschen und weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Plastik bei Verpackungen aller Art folgen müsste, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Laut Global 2000 werden derzeit in Österreich jährlich 350 Millionen Plastiksackerln verbraucht, wobei die durchschnittliche Nutzungsdauer nur 25 Minuten beträgt. Weltweit werden 600 Milliarden Plastiksackerln jährlich hergestellt, die nur zum Teil wiederverwertet werden, während ein großer Teil nachhaltig Wasser und Boden mit noch nicht absehbaren Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit belastet. So treiben allein im Mittelmeer bereits geschätze 250 Milliarden Plastikteilchen mit einem Gewicht von 500 Tonnen, deren Zersetzung Jahrhunderte dauert.

Mittlerweile sind in Ländern wie Bangladesh, China, Tansania, Frankreich oder Italien Plastiksackerln bereits verboten oder werden wie in Irland mit einer Steuer von 15 Cent pro Stück belegt, womit der Verbrauch von 328 auf 21 Sackerln pro Person und Jahr und somit um 94 Prozent verringert werden konnte: „Österreich wäre also keineswegs ein Vorreiter beim Kampf gegen den Plastikwahnsinn und sollte dabei ein Verfahren wegen angeblicher Wettbewerbsverletzung bewußt in Kauf nehmen“, so Furtlehner.

Einmal mehr erweisen sich die auf Betreiben internationaler Großkonzerne diktierten Regeln als eindeutig profitorientiert und daher völlig kontraproduktiv für Umwelt und Gesundheit. Mit Verweis auf die Regeln des EU-Binnenmarktes und das internationale Handelsrecht wurde nämlich eine Initiative von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik für ein generelles Verbot von Plastiksackerln abgewürgt und wird behauptet, ein nationales Verbot würde eine „ungesetzliche Verzerrung des Marktes“ darstellen. Und dies, obwohl laut einer Umfrage der EU-Kommission mehr als 70 Prozent der 15.000 Befragten ein Verbot von Plastiksackerln befürworten.

Dazu kommt das üblich-dümmliche Argument der Gefährdung von 17.500 Arbeitsplätzen bei den 275 Herstellen solcher Produkte in der EU. Bezeichnenderweise wird nicht erhoben, dass der durch den Plastikwahnsinn entstehende Schaden zweifellos ein Vielfaches beträgt. Die Reaktion der Wirtschaftskammer, eine Abgabe für Plastiksackerln bedeute „mit Kanonen auf Spatzen schießen“ zeigt von null Kompetenz und null Umweltbewußtsein der Kapitalvertretung.


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