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Nazi-Überfälle in Wels fordern zahlreiche Verletzte

  • Montag, 18. Juli 2011 @ 08:14
Antifa Um ca. 1 bis 2 Uhr nachts am 16. Juli 2011 forderten Angriffe von Neonazis in der Welser Altstadt zahlreiche Verletzte. Mindestens sieben Menschen wurden im Krankenhaus behandelt. Die am schwersten Verletzten erlitten einen Schulterpfannenbruch bzw. einen Jochbein-, Nasenbein- und Augenunterknochenbruch.

Nach Mitternacht in der Nacht von Freitag auf Samstag kam es zum ersten Übergriff in der Traungasse. Anschließend trat die Gruppe von mindestens fünf Neonazis vor einem nahe gelegenen Lokal, dass als Treffpunkt linker Jugendlicher gilt auf einen weiteren jungen Mann ein. Der Wirt und andere Gäste, die zu Hilfe eilten, auch junge Mädchen, wurden ebenfalls attackiert. Der Wirt des „Flogging Molly Irish Pub“ erlitt dabei einen Schulterpfannenbruch. Schließlich wurde auch unbeteiligten Gästen noch mit dem Umbringen und einem baldigen Einsatz von Schusswaffen gedroht!

Wenige Meter weiter attackierten die Neonazis noch wahllos andere Passanten, auf einem bereits am Boden liegenden Mann wurde massiv eingeschlagen und eingetreten, so dass dieser einen Nasenbein-, Jochbein- und Augenunterknochenbruch erlitt. Auch dieser Mann wollte nur einem anderen Verletzten zur Hilfe eilen. Ein weiterer wurde am Auge verletzt, etc.

Die TäterInnen waren in Kleidung - wie etwa einem T-Shirt der verbotenen Neonazi-Gruppe „Landser“ - eindeutig der rechten Szene zuzuordnen. Ersten Hinweisen zufolge dürfte es sich um Angehörige einer vor allem im Stadtteil Vogelweide operierenden Gruppe handeln. Die Mitglieder dieser Gruppe sind seit langem bekannt, einige von ihnen wollten als „Bunte“ sogar bei der letzten Gemeinderatswahl kandidieren. Dieser Versuch wurde behördlich untersagt und die Gruppe wegen NS-Wiederbetätigung angezeigt, wobei die Staatsanwaltschaft Wels auch bald 2 Jahre nach der Anzeige noch nicht aktiv wurde. Und dass obwohl unter anderem wegen der bekannten "Hitlergruß" und "Nazi-T-Shirts im KZ Mauthausen" Fotos der Verfassungsgerichtshof bereits vor über einem Jahr bei der Wahlanfechtung die NS-Wiederbetätigung klar festgestellt hat!

„Die Neonazis in Wels glauben offenbar, dass sie absolute Narrenfreiheit genießen!“ meint der Antifaschist und Zeuge Stefan Maleschitz, „Auch die jüngste Gewalteskalation wurde von den Behörden trotz dutzender Zeugen gegenüber Journalisten massiv heruntergespielt und als 'unpolitische Raufereien' bezeichnet, obwohl es sich eindeutig um gezielte politisch motivierte Überfälle handelte."

"Politik, Justiz und Lokalmedien müssen endlich erkennen, dass das rassistische Klima und die Nazi-Szene in Wels ein echtes Sicherheitsproblem sind!", so der Aktivist weiter. Abschließend werden alle ZeugInnen und Menschen die gegen solche Umtriebe selbst aktiv werden wollen aufgerufen sich bei yeah@welsgegenrechts.at zu melden.

Link zur Causa "Bunte"... http://wp.welsgegenrechts.at/category/bunte-in-mauthausen/


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