Für die Gemeinderatssitzung am 19. Mai 2011 hat KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn eine Anfrage an Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) zum Thema Lichtverschmutzung eingebracht. Der Wortlaut der Anfrage: Sehr geehrte Frau Stadträtin! Verschiedenen Studien zufolge werden rund acht Prozent der erzeugten Energie für die Beleuchtung des öffentlichen Raumes aufgewendet. Neben der zweifellos notwendigen Straßenbeleuchtung hat dieser Aufwand vor allem durch ein Übermaß an Leuchtwerbung, Lichtinstallationen sowie durch die Beleuchtung von Gebäuden enorm zugenommen.

Die seit den 1980er Jahren als „light pollution“ bekannte Dauerbeleuchtung als ein Zuviel an künstlichem Licht bei Nacht hat WissenschaftlerInnen zufolge bereits gravierende Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen angenommen. Störendes Licht in der Nacht wirkt sich demnach auf das Immunsystem aus und stört wichtige natürliche Kreisläufe und Verhaltensweisen, etwa von nachtaktiven Tieren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Lichtverschmutzung sogar als Krebsrisikofaktor definiert.

Laut Robert Wagner, Präsident der International Dark Sky Association könnte ein großer Teil dieser „Lichtverschmutzung“ durch intelligente Methoden eingespart werden. Der niederländische Philips-Konzern hat Ende 2010 das Produkt LumiMotion zur Senkung der Lichtverschmutzung im öffentlichen Raum und Einsparung unnötiger Energiekosten vorgestellt.

Ich stelle daher laut Statut Linz § 12 nachstehende Anfrage:

Sehr geehrte Frau Stadträtin, in welcher Weise befassen sich Dienststellen des Magistrats mit den ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen übermässiger Lichtbelastung in den Nachtstunden? Welche Maßnahmen werden von der städtischen Umweltpolitik gesetzt, um einer „Lichtverschmutzung“ entgegenzuwirken und gleichzeitig den Energieverbrauch für Beleuchtung zu senken?

Mit freundlichen Grüßen!
GR Magª Gerlinde Grünn