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KPÖ-Kritik an Gasthaus-Übernahme durch die Stadt

  • Mittwoch, 19. Januar 2011 @ 12:48
News Den Kauf von Wirtshäusern durch die Stadt Linz und deren anschließende Verpachtung zur Weiterführung lehnt die KPÖ ab. Auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung steht mit der Übernahme des „Urbanides“ in der Rudolfstraße um 330.000 Euro ein weiteres Lokal. Zuletzt wurde im November der Kauf des „Schwarzen Anker“ am Hessenplatz um 450.000 Euro gegen die Stimme der KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn beschlossen.

Bei der Ausschreibung eines Pachtvertrages für den „Urbanides“ macht sich die Stadt zudem gewissermaßen selbst Konkurrenz, weil in nächster Nähe mit dem ebenfalls von der Stadt aufgekauften „Fischerhäusl“ und den Lokalen im Neuen Rathaus und im Ars Electronica-Center (Casa Corrada, Cubus, Snack & Co.) bereits drei stadteigene verpachtete Lokale vorhanden sind.

Ein Hintergrund für diese Übernahme von Gasthäusern durch die Stadt ist der Kulturentwicklungsplan, in dem auch vorgesehen ist, dass die Stadt zur Erhaltung von Traditionsgasthäusern solche Objekte kauft und dann verpachtet: „Aber auch bei großzügiger Interpretation des Kulturbegriffes geht es hier doch wohl eher darum, wirtschaftliche Interessen unter dem Deckmantel der Kultur zu verfolgen, im Klartext die Kultur der Wirtschaft unterzuordnen“, so Gemeinderätin Grünn.

Bezeichnenderweise handelt es sich nämlich durchwegs um Lokale der eher gehobenen Kategorie mit entsprechendem Publikum. Demnach wurde bereits der „Oberwirt“ in Sankt Magdalena, das „Pöstlingbergschlössl“, das „Fischer-Häusl“ in Urfahr und der „Schwarzen Anker“ übernommen. Im Gespräch sind darüber hinaus der „Wienerwald“ an der Promenade, das Café „Landgraf“ in Urfahr und das „Irish Pub“ am Hessenplatz.

Zudem trifft der Begriff „Traditionswirtshaus“ durch den Wechsel von BesitzerInnen bzw. PächterInnen verbunden mit Veränderungen im Konzept der jeweiligen Lokale ohnehin meist nicht mehr zu: „Viele Gastwirte und auch Kulturvereine würden sich freuen, wenn ihnen derart unter die Arme gegriffen würde. In der Realität haben aber vor allem kleine Lokalbetreiber eher unter äußerst restriktiven und schikanösen Behördenauflagen betreffend Lärmbelastung usw. zu leiden und müssen zusperren“, so Grünn.

Die Stadt sollte sich nach Meinung der KPÖ darauf beschränken, Lokale in den stadteigenen Objekten wie etwa dem AEC, im Kremsmünstererhaus, im Alten und Neuen Rathaus, Brucknerhaus, Botanischen Garten, Lentos, Nordico und in den Volkshäusern zu verpachten, darüber hinaus aber den Betrieb von Wirtshäusern dem sonst so gerne beschworenen „freien Markt“ überlassen.






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