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KPÖ kritisiert unerträgliche Verfilzung von Profit und Politik

  • Dienstag, 7. Dezember 2010 @ 13:50
News Als Unterwerfung der Politik unter die Profitinteressen des Schröcksnadel-Imperiums kritisiert die Landes-KPÖ das Projekt einer Skischaukel durch Verbindung der Skiregionen Hinterstoder und Wurzeralm ausgerechnet über das erst 2008 verordneten Naturschutzgebiet Warscheneck-Nord: „Die Kritik von NaturschützerInnen und Alpinvereinen ist um den Aspekt einer für die Demokratie unerträglichen Verfilzung von Wirtschaft und Landespolitik zu ergänzen“, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Das von einer politischen und medialen Lobby mit den üblichen Totschlag-Argumenten des „Überlebens“ der Skiregion Pyhrn-Priel und der Schaffung von Arbeitsplätzen forcierte Projekt ignoriert nicht nur alle ökologischen Bedenken und läuft auf die großflächige Zerstörung der Natur hinaus. Es ist laut Fachleuten auch wirtschaftlich unsinnig und rückwärtsorientiert. Der prognostizierten BesucherInnenzuwachs um 30 Prozent ist völlig überzogener Zweckoptimismus und das Projekt letztlich auch nicht konkurrenzfähig mit bestehenden weit größeren Skiregionen.

Von der zum Schröcksnadel-Konzern gehörenden Wurzeralm-Hinterstoder Bergbahnen ist geplant, ein Skigebiet mit 70 Pistenkilometern in einer Höhenlage zwischen 600 und 2.000 Metern mit einem Kostenaufwand von 75 Millionen Euro aus dem Boden zu stampfen. Laut Experten wird Skifahren unterhalb von 1.500 Metern durch die Klimaerwärmung allerdings zunehmend weniger möglich, ist also der Einsatz von Kunstschnee aus wertvollem Trinkwasser vorprogrammiert.

„Statt die Gebirgslandschaft mit Seilbahnen und Schlepplifte zu erschließen, Skipisten in die Berge zu sprengen die ohne Kunstschnee nicht betrieben werden können und eine wichtige alpine Landschaft in eine Schotterwüste zu verwandeln muss sich auch die Tourismuswirtschaft endlich auf alternative Konzepte eines ganzjährigen sanften Tourismus orientieren“, meint Furtlehner.

Die Vertreter der Alpinvereine haben am 29. November 2010 bei Bundespräsident Heinz Fischer ihre massiven Bedenken zu 25 touristischen Erschließungsprojekten bundesweit, darunter auch das Projekt Warscheneck, deponiert. Namhafte Personen wie Gerlinde Kaltenbrunner, Sepp Friedhuber, Edi Koblmüller und Helmut Steinmaßl haben in aller Deutlichkeit ihre Kritik an diesem Wahnsinnsprojekt geäußert. Auch wurde der „Mollner Kreis“, ein Zusammenschluss von Umweltschutzgruppen, für die Auseinandersetzung mit diesem Projekt wieder reaktiviert.

LH Josef Pühringer und die Bürgermeister der Region lassen sich hingegen offenbar einmal mehr bereitwillig vom Skiliftzampano Peter Schröcksnadel – der durch seinen Expansionsdrang zunehmend zur Gefahr für die österreichischen Tourismusregionen wird – in politische Geiselhaft nehmen. Schröcksnadel ist dafür bekannt, dass er sich als Retter feiern, aber Land und Gemeinden für seine Projekte zahlen lässt. Während das Land mit Verweis auf die Budgetlage im Sozialbereich drastisch kürzt werden den Betreibern von Projekten wie am Warscheneck die Steuergelder im großen Stil zugeschoben, im konkreten Fall wird von 60 Millionen gesprochen.


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