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Erbärmliches Duckmäusertum

  • Montag, 11. Oktober 2010 @ 12:35
Antifa Zum Bericht am Samstag (9. Okt.) über die Abschiebung der Familie Komani: Welch erbärmliche Aussage des Bürgermeisters von Steyr! Der Magistrat hat als erste Instanz ein humanitäres Bleiberecht von vorneherein abgelehnt , weil es die Polizei eh nicht „erlaubt“ hätte!

Da nimmt man in Kauf, dass eine Familie auseinander gerissen wird und Kinder in Schubhaft genommen werden, obwohl, wie man hört, Bürger über 200 Unterschriften gesammelt haben!


Und das ist der Bürgermeister einer Stadt , die in die Geschichte eingegangen ist, weil ihre Bewohner immer an vorderster Stelle gegen Unrecht – und das war immer von Gesetzen gedeckt – aufgetreten sind, auch in gefährlicheren Zeiten!

Haben diese Herren schon ganz verlernt, dass man auch um etwas ringen muss? Immerhin bestünde eine bessere Optik, wenn der Magistrat Steyr, oder wenigstens der Herr Bürgermeister Zeichen gesetzt hätte. Die „Eiserne Lady“ in Wien kann sich über ein derartiges Duckmäusertum nur freuen! Die Betroffenheit des Herrn Bischof kommt ja auch etwas sehr spät!

Margit Kain
Leserbrief an die OÖN

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Schriftsteller, Journalist, Politiker – Franz Kain (1922-1997).
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