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Sinnvolle Verkehrslösungen statt reine Ankündigungspolitik

  • Freitag, 1. Oktober 2010 @ 15:14
News Nicht immer sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr per se richtig und sinnvoll, vor allem wenn sie aus Verlegenheit entstehen und eine solche Größenordnung ausmachen meint die Linzer KPÖ zum Vorstoß der Stadt Linz bzw. der SPÖ-Stadtpolitik eine zweite Straßenbahnachse über die Donau bauen zu wollen.

„Natürlich ist zu begrüßen, wenn wirklich nun mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs für Linz und Umgebung ernst gemacht wird. Und natürlich ist jede Aktivität in diese Richtung zu unterstützen“ meint KPÖ-Verkehrssprecher Michael Schmida. Es sollte aber trotzdem überprüft werden, welche Lösung die meiste Entlastung für die Linzer (bzw. in den Umlandgemeinden wohnende) Bevölkerung vom Autoverkehr bringt und bezogen auf den Mitteleinsatz den größten Nutzen für die Fahrgäste bzw. den öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) insgesamt aufweist.

Außerdem ist es schon verwunderlich, dass die Stadt nun Druck macht, nachdem Jahrzehnte in diese Richtung nichts ging. Kann es vielleicht nicht so sehr am öffentlichen Verkehr liegen, als vielmehr an einer neuen Donauquerung für den Straßenverkehr nachdem die alte Eisenbahnbrücke bald nicht mehr zur Verfügung steht?

Die KPÖ bezweifelt, ob eine Straßenbahnlösung mit neuer Donaubrücke und größtenteils unterirdischer Trassenführung wirklich die beste Lösung für mehr ÖPV in Linz und Umgebung ist: „Zum einen weisen wir darauf hin, dass eine unterirdische Streckenführung Raum auf der Oberfläche frei macht, der schlimmstenfalls wiederum zu mehr Verkehrsbelastung und Straßen führen kann. Dass diese Befürchtungen nicht unberechtigt sind, zeigen die Äußerungen des Verkehrsreferenten VBgm. Luger, der sich laut einer Zeitungsmeldung über mehr Platz am Hinsenkampplatz für eine Individualverkehrslösung freut“, so Schmida

Zum anderen gibt es ja bereits seit Jahrzehnten Konzepte, wie die City-S-Bahn, die den ÖPV weit weniger aufwendig und sinnvoller für den Großraum Linz bis in das obere Mühlviertel attraktivieren würden. Ein neuer Vorstoß in diese Richtung kam erst kürzlich von der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft, welche eine kostengünstige Variante auf Grund der vorhandenen Bahngleise über die Reindlstraße (Urfahr), eine neue Eisenbahnbrücke bis Hafenbahnstrecke mit einer neu zu errichtenden Schleife von der Hafenbahn zur Summerauerbahn in Richtung Hauptbahnhof Linz vorschlägt.

Ein anderes Szenario wäre neben der längst überfälligen Modernisierung der Mühlkreisbahn als ersten Schritt eine oberirdische Verlängerung bis zur Linken-Brückenstraße in Linz-Urfahr vorzunehmen. Damit wäre eine Verknüpfung der Mühlkreis-Lokalbahn mit den Linien 1, 2, 12, 25 der Linz Linien geschaffen.

„Die nun vorgestellte Straßenbahnvariante bedeutet hingegen das endgültige Aus für Teile oder sogar der gesamten Mühlkreisbahn-Lokalbahn. Zwei getrennte, z.T. parallel verlaufende Verkehrssysteme mit unterschiedlichen Spurweiten und unterschiedlichen Verkehrsmittelbetreibern wie es nun die Stadtpolitik forciert, wird es mit Sicherheit nicht geben“, befürchtet Schmida.

Die KPÖ fordert daher mehr Augenmaß und vor allem endlich Taten in zukunftstaugliche Verkehrslösungen für den Großraum Linz. Geredet und angekündigt wurde schon in der Vergangenheit genug! Moderne Systeme im (öffentlichen) Verkehr zeichnen sich mehr durch planerische Weitsicht, als durch Größenwahn und parteipolitischem Geplänkel um eine Linzer Donaubrücke aus: „Sie brauchen eine verantwortungsvolle Politik mit einem klaren Bekenntnis zur Förderung und Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs. Dem öffentlichen Personenverkehr ist dabei Vorrang vor Straßenverkehrsprojekte einzuräumen“, so Schmida abschließend.


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