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Kräftige Subventionsspritze für eine „Wahnsinnsveranstaltung“

  • Donnerstag, 19. August 2010 @ 13:36
Linz Am 20. und 21. August 2010 steigt mittlerweile zum zehntenmal das Linzer Krone-Fest und seit Wochen trommelt das Kleinformat für dieses Jubiläumsfest.

Der schwerreiche Medienkonzern – Eigentümer sind jeweils zur Hälfte die Familie Dichand und ihre steuerschonende Privatstiftung (mit 800 Mio. Euro Vermögen auf Platz 28 der reichsten ÖsterreicherInnen) und der deutsche WAZ-Konzern – zelebriert mit dem „Stadtfest“ das, was heute alle dem Boulevard verpflichteten Medien kennzeichnet, nämlich ihre Meinungsindustrie mit entsprechenden Events abzusichern.

Ähnlich agieren bekanntlich auch der ORF und das selbsternannte Landeshauptblatt OÖN. Und nicht einmal die Konkurrenz kommt am Krone-Fest vorbei, so berichtet „Österreich“ ausführlich über das „Stadtfest“ ohne freilich die Konkurrenz als Veranstalter zu erwähnen.

Mit in die Pflicht genommen wird natürlich die Politik, wobei die Rechnung recht einfach ist: Für entsprechende Präsenz der PolitikerInnen im Kleinformat und wohlmeinende Berichterstattung fließen entsprechende Steuergelder. Für das Krone-Fest sind es diesmal wieder 78.000 Euro Subvention der Stadt Linz, bei angegebenen Gesamtkosten von 800.000 Euro immerhin ein erklecklicher Beitrag. Dass die „Krone“ ständig populistisch gegen Subventionen aller Art wettert, ist schnell vergessen, wenn sie über den Festveranstalter KOOP selbst den Subventionshahn anzapfen kann.

Das „Sponsoring“ der Stadt Linz steigerte sich von 52.000 Euro im Jahre 2001 auf mittlerweile 78.000 Euro inklusive Naturalsubventionen, etwa für die Beseitigung des Mülls. In Summe hat somit der Krone-Konzern für die bisherigen zehn Feste gut 650.000 Euro kassiert. Nicht genug damit wird das Fest auch noch von zahlreichen anderen öffentlichen Institutionen als „Partner“ gesponsert oder unterstützt. So von Linz Tourismus, Linz AG, LIVA, dem Land OÖ, der Arbeiterkammer, dem Jugendservice OÖ und dem Tourismus OÖ und natürlich auch der ORF.

Widerspruch gegen die Orgie von „Hymnen, Ohrwürmer und Nummer Eins-Songs“ (Krone-Eigenwerbung) mit 50 Acts auf zehn Bühnen und Verlosung von zehn Autos und sonstigen „Hammerpreisen“ um satte 70.000 Euro ist dabei nicht erwünscht. Entsprechend gereizt reagierte daher auch Bürgermeister Dobusch auf die Ablehnung der Subvention und die damit verbundene Kritik der KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn bei der Gemeinderatssitzung am 1. Juli 2010.

Schon 2004 hatte Dobusch im Gemeinderat die Kritik eines grünen Gemeinderates scharf zurückgewiesen und das Krone-Fest als „Wahnsinnsveranstaltung“ und eine „äußerst günstigen Geschichte“ für die Stadt bejubelt. Als 2007 nochmals eine grüne Gemeinderätin aufbegehrte und Zweifel an der Qualität des Kulturprogramms dieses Festes äußerte, wurde sie von Dobusch umgehend gerüffelt. Als Folge ist es seit Jahren Ritual im Gemeinderat, dass sich die Grünen bei dieser Subvention der Stimme enthalten, freilich ohne inhaltliche Begründung.

Während die Linzer Stadtpolitik mit sich im Reinen ist und diverse Promis zu einem eigens organisierten Event zur Vorstellung des Programms eingeladen war, macht sich bei dem Trubel nur die Polizei Sorgen: Nach der Tragödie bei der Love-Parade in Duisburg wurden eilig die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, damit es am überfüllten Hauptplatz und in der Landstraße nicht zu einer Panik kommt.

Führt finanziell in Linz und Oberösterreich kein Weg an Raiffeisen und dem umtriebigen Ludwig Scharinger vorbei, so gilt das medial für die „Krone“. Und so werden PolitikerInnen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und wohl auch mancher Grünen eifrig zur Nabelschau pilgern. Wer hingegen was auf sich hält, ergreift vorsichtshalber rechtzeitig die Flucht und meidet zumindest die Linzer Innenstadt.



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