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Ein Leserbrief an Herrn Jeannée

  • Freitag, 13. August 2010 @ 20:51
Partei „Schrecklicher K2, Serienmörder, Kinderschänder und Kommunisten ausgenommen, bemühe ich mich, für alles auf dieser Welt Verständnis aufzubringen.“
Kolumne von Michael Jeannée am 8.8.2010 in der Kronen Zeitung.

Unser Kommentar zu dieser Aussage:

Herr Jeannée, wir haben beim Durchblättern der Kronen Zeitung am letzten Sonntag nicht schlecht gestaunt, als wir ihre Glosse zum tragischen Unglück am K2 entdeckten. Sie nennen darin Kommunisten in einem Satz mit Serienmördern und Kinderschändern und dass Ihnen für diese Menschen jegliches Verständnis fehlt.

Da sie 1943 geboren sind (lt. Wikipedia-Biographie) haben Sie natürlich die Ära des Faschismus und Rechtsextremismus vor 1945 – genau wie wir – nicht bewusst miterlebt. Sonst würde Ihnen wohl klar sein, welch wichtige Rolle Kommunisten in der nationalsozialistischen Widerstandsbewegung des 2. Weltkriegs spielten und dass ohne den kommunistischen Widerstand vieles nicht möglich gewesen wäre. Denn die Kommunisten haben schon in den frühen 1930er Jahren anfangs noch öffentlich, später im Untergrund gegen den aufkommenden Faschismus gekämpft.

Ist ihnen bewusst, dass in der Zeit des Nationalsozialismus…
…die Hälfte der, von NS-Gerichten, Verurteilten kommunistische Widerstandskämpfer waren?
…fast alle Flugblätter und Geheimzeitschriften des Widerstands von Kommunisten hergestellt wurden?
…die Kommunistische Jugend Österreich (damals noch KJVÖ) die bedeutendste antifaschistische Jugendbewegung war und sich auch aktiv am Widerstand beteiligt hat?
…vier Fünftel des organisierten Widerstandes von den Kommunisten getragen wurde und diese somit das Rückgrat des Widerstandes waren?
…der kommunistische Widerstand die meisten Opfer aller Widerstandsgruppen zu beklagen hatte?

Und auch heute ist der Kommunismus für Österreich sehr wichtig, weil er mit seiner Arbeit eine sinnvolle Gegenbewegung in unserer Gesellschaft darstellt. Dass in anderen Ländern sehr viele Gräueltaten unter kommunistischer Herrschaft geschehen sind bedauern wir jungen Kommunisten sehr, aber der moderne Kommunismus in unserem Land steht nicht hinter einer solchen Ideologie, er distanzierte sich sogar schon vor langer Zeit sehr vehement davon.

Wir, die Junge Kommunistische Partei Wels (JKP Wels), sehen uns als moderne marxistische Bewegung, die sich u.a. gegen den Kapitalismus und Faschismus ausspricht, die Gleichstellung von Mann und Frau fördert und für soziale Gerechtigkeit eintritt. Auch die KPÖ ist z.B. auch Teil der Europäischen Linken und hat mit dem Bild das Sie vom Kommunismus haben nichts mehr zu tun.

Wir finden es sehr traurig dass Sie in ihrem Alter – wo es doch heißt im Alter werden die Menschen weiser – ein so geringes Wissen über die österreichische Geschichte und den heutigen Kommunismus haben und die österreichischen Kommunisten in Ihrer Kolumne verfremden, indem Sie sie in einem Zug mit Kinderschändern und Serienmördern nennen und damit zu Verbrechern abstempeln und nur eines aussagen: dass sie keine Ahnung haben wovon Sie schreiben.

Wir bieten Ihnen gerne eine Lektion in österreichischer Zeitgeschichte an, denn man ist nie zu alt um noch etwas dazuzulernen, Herr Jeannée!

Mit kommunistischen Grüßen
Junge Kommunistische Partei Wels

Infos: http://jkpwels.wordpress.com/




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