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Facebook-Protest gegen Sommerticket-Verteuerung

  • Dienstag, 13. Juli 2010 @ 14:05
Verkehr Das ÖBB-Sommerticket wurde kräftig teurer, die Betroffenen sind sauer. Die Werbesprüche der ÖBB wie „Den ganzen Sommer Party - mit dem ÖBB Sommerticket! Mach diesen Sommer zum Sommer deines Lebens und ganz Österreich zu deiner Party. Mit dem ÖBB Sommerticket bist du cooler als ein Eisbär und wenn’s um Action geht immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ werden zu Recht als Verhöhnung empfunden.

Denn das Sommerticket – gültig vom 3. Juli bis 12. September und Vorteilscard vorausgesetzt – kostet heuer 39 Euro bis 19 Jahre und 69 Euro für die Altersgruppe von 20 bis 26 Jahre – das sind um satte 56 Prozent bzw. 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Innerhalb von nur zwei Jahren wurde das Zugticket aber über hundert Prozent teurer. Ergänzend ist dazu noch anzumerken, dass das Ticket an Werktagen erst ab 8:00 Uhr gilt, für viele FerialpraktikantInnen für die Fahrt zum Arbeitsplatz also ungeeignet ist.

Unter dem Motto „Lass dich nicht für dumm verkaufen„ protestiert eine Facebook-Initiative gegen die Preispolitik der ÖBB. Fast 9.000 UnterstützerInnen hat die Seite inzwischen gefunden. Auf der Pinnwand lassen die Betroffenen ihrem Ärger über die ÖBB freien Lauf und rechnen vor wie sich die Preise des ÖBB-Sommertickets seit 2008 entwickelt haben. Auch ein „Offener Brief“ an das ÖBB-Management steht online. Aber auch über Zugverspätungen, Werbespots und den offiziellen Soundtrack zum ÖBB Sommerticket wird fleißig gelästert.

Die ÖBB befinden sich in einem Erklärungsnotstand. Wie das „Wirtschaftsblatt“ boshaft anmerkt, verfügen die ÖBB bis dato weder über eine eigene Facebook-Seite, noch einen Blog oder Twitter-Account. Beschwerden, die früher beim Konsumentenservice oder bei Kundenhotlines landeten, werden nun öffentlich. Das macht dem Unternehmen zu schaffen. Obwohl Kritik als Chance gesehen werden müsste, um eine intensive Kundenbeziehung aufzubauen.

PR-ExpertInnen konstatieren, dass die meisten Unternehmen noch keine Strukturen für die öffentliche Kommunikation im Web 2.0 haben. Sie empfehlen, UserInnen, Fans und KritikerInnen die Möglichkeit zu geben, Ideen in das Unternehmen einzubringen. Regelmäßige UserInnen dieser Portale könnten sich so zu MarkenbotschafterInnen und PR-Defensivmaßnahmen zu Marketing-Tools entwickeln.

Auf der Sommerticket-Seite auf Facebook wird hingegen kritisiert, dass einerseits bei der Jugend abkassiert wird, während die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP weiter Postenschacherei betreiben. So wurde jüngst Nikolaus Pelinka, der ehemalige Sprecher der SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied, ein mit 6.000 Euro monatlich hochdotierter Job bei den ÖBB verschafft.

Weil sich Pelinkas Funktion als ORF-Stiftungsrat mit der Tätigkeit als Sprecher eines Ministeriums unvereinbar ist, ergab sich „zufällig“ ein Job bei den ÖBB, die wiederum „zufällig“ dem Ressort der SPÖ-Infrastrukturministerin Doris Bures unterstellt ist. Der Zusammenhang zwischen saftigen Preiserhöhungen auf der einen und kostenintensiven Postenbesetzungen auf der anderen Seite ist jedenfalls eklatant.

Auch wird darauf hingewiesen, dass laut einer vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie der Geschäftsführer der E-Control, Walter Boltz, zum Schluss kommt, dass der öffentliche Verkehr für jeden kostenlos sein sollte, um die Klima- und Energiekrise wirksam bekämpft werden. Das wäre doch ein brauchbarer Ansatz, da könnte man also nicht nur die Geldbörsl der Jugendlichen und der arbeitenden Bevölkerung kräftig entlasten, sondern gleichzeitig würde auch die Umwelt davon profitieren.

Infos: http://www.facebook.com/pages/OBB-Sommerticket-2010-viel-zu-teuer-56-Preiserhohung-sind-eine-Sauerei/137817396234625?v=info&ref=search#!/pages/OBB-Sommerticket-2010-viel-zu-teuer-56-Preiserhohung-sind-eine-Sauerei/137817396234625?v=info


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