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Linzer ÖVP soll sich ein Beispiel an Welser Parteifreunden nehmen

  • Dienstag, 8. Juni 2010 @ 14:20
News „Ein Beispiel an ihren Parteifreunden in Wels soll sich die Linzer ÖVP in der Auseinandersetzung mit „braunen Flecken“ nehmen“, meint KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn. Während in Wels die ÖVP ebenso wie SPÖ und Grüne die vom dortigen FPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Wieser im Alleingang betriebene Wiederaufstellung der 2006 vom Messegelände entfernten „Venus von Wels“ ablehnt, macht sich in Linz die ÖVP mit Unterstützung von FPÖ und BZÖ für die Wiederaufstellung der Aphrodite auf dem Bauernberg stark.

In Wels wurde 1940 vom damaligen Nazi-Bürgermeister Schuller die Venus-Statue als „Gruß des nationalsozialistischen Wels an die Antike“ aufgestellt und bei der Reichskunstschau 1943 in München sowie bei der Frühjahrsausstellung 1942 im Wiener Künstlerhaus ausgestellt. Nachbildungen der 1913 entdeckten „Venus von Wels“ wurden während der Nazi-Ära als „Ehrenpreis der Stadt Wels“ an hervorragende Persönlichkeiten des „Dritten Reiches“, darunter auch an Hermann Göring, überreicht.

„Viele Ähnlichkeiten dazu weist der Konflikt um die Aphrodite-Statue am Linzer Bauernberg auf“, meint Gerlinde Grünn: Diese war 1942 ein persönliches Geschenk Adolf Hitlers an die Stadt Linz und wurde im Garten der Villa des Nazi-Gauleiters Eigruber im 1912 errichteten Diana-Tempel aufgestellt und nach einer Aktion von Studierenden der Kunstuniversität 2008 in ein Depot entfernt.

Bei der Gemeinderatssitzung am 22. April 2010 beschlossen SPÖ, Grüne und KPÖ eine Resolution an das Bundesdenkmalamt für die Entlassung der Statue aus dem Denkmalschutz, während die ÖVP per Dringlichkeitsantrag die Wiederherstellung des „gesetzlichen Zustandes“ durch Wiederaufstellung der Statue verlangte. Ausgerechnet Kulturreferent Vizebürgermeister Watzl bemühte dazu einen „korrekten Umgang mit der Geschichte“ und warf dem Bürgermeister Gesetzesbruch vor.

Dabei hatte der Denkmalschutz durchaus Verständnis für die Entfernung der Statue gezeigt, weil diese im Kulturhauptstadtjahr 2009 einen Schaden für das Image der Stadt Linz bedeutet hätte und damit Beschädigungen oder Zerstörungen verhindert werden sollten. Der Denkmalschutz erfolgte seinerzeit für das gesamte Naturensemble des Bauernberges ohne Prüfung von Details.

„Es ist völlig unverständlich, warum sich ausgerechnet die ÖVP für ein kulturpolitisch sehr zweifelhaftes Streitobjekt mit einer solchen Vehemenz engagiert und welche ewiggestrigen Kräfte in der Linzer ÖVP diese höchst unpassende Reminiszenz an die NS-Ära derart forcieren. Denn auf billigen Rechtspopulismus hat schon eine andere Partei das Monopol“, so Gemeinderätin Grünn abschließend.


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