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Fragwürdige Stadtentwicklung durch Hochhausmanie im Bahnhofsviertel

  • Dienstag, 11. Mai 2010 @ 09:02
News Eine bedenkliche Stadtentwicklung droht mit der Errichtung weiterer Hochhäuser im Bahnhofsviertel befürchtet die Linzer KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn. Nach dem städtischen Wissensturm, der Zentrale der Energie AG und dem Terminaltower plant der Raiffeisen-Konzern zwei weitere Hochhäuser auf dem Areal des ehemaligen Lokalbahnhofes. Quasi als Draufgabe wurde kürzlich mit dem Bau des Blumau-Towers, einem Büroturm der Raiffeisen Landesbank begonnen.

Obwohl es in Linz wie allerorten ersichtlich ist ein Überangebot an Büroflächen gibt, errichtet die Realtreuhand einen weiteren Büroturm. Ähnlich wie mit aufklärungsbedürftigen Provisionszahlungen an die zum Netzwerk des damaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser gehörenden „Berater“ Walter Meischberger und Peter Hochegger zur aufklärungsbedürftigen Übersiedlung des Finanzamtes in den Terminal-Tower könnten auch in diesem Fall zur Auslastung des Projekts wieder öffentliche Institutionen zur Übersiedlung in diesen Büroturm „bewegt“ werden.

Pikant ist auch die Errichtung eines Wohnturms als zweites Projekt: Laut Asfinag ist nämlich der Bereich der Bahnhofsspinne des geplanten Westrings wegen des hohen Schadstoffausstosses als Wohngebiet ungeeignet und neben dem Power-Tower der Energie AG wird deswegen sogar ein bestehendes Wohnhaus abgerissen. Dessen ungeachtet soll nur hundert Meter entfernt ein Wohnturm gebaut werden. Und dass mit dem Bautypus Wohnhochhaus weltweit negative Erfahrungen gemacht wurden wird ebenso ignoriert wie der Umstand, dass erst vor wenigen Jahren zwei solche Türme am Harterplateau in Leonding abgerissen wurden.

„Einmal mehr erweisen sich die verantwortlichen Politiker der Stadt Linz und auch der Gestaltungsbeirat mit seiner Begleitung bei der Planung dieser Projekte als willfährige Helfershelfer für eine Stadtentwicklung Marke Scharinger“, kritisiert Grünn die immer stärkere Bestimmung der Politik durch die Interessen des Raiffeisenkonzerns.

Raiffeisen hat bereits im Zusammenhang mit dem Neubau des Bahnhofes, der Errichtung des Landesdienstleistungszentrums und des Musiktheaters Grundstücke im großen Stil aufgekauft und bestimmt damit maßgeblich die Stadtentwicklung, so dass heute bereits der Bereich zwischen Bahnhof und Europaplatz als eine einzige Raiffeisen-City bezeichnet werden muss.




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