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Die ÖVP als Fanklub der Hitler-Aphrodite

  • Sonntag, 25. April 2010 @ 18:57
Linz Den Anfang machte die Linzer ÖVP im März 2010 mit einer „Frühlingsbeginn ohne Liebesgöttin: Aphrodite zurück auf den Bauernberg!“ getitelten Presseaussendung. Dafür machte sich der auch sonst für rechtspopulistische Austritte bekannte ÖVP-Gemeinderat Franz Hofer stark, der sogar eine Klage androhte, damit die Aphrodite-Statue – ein Geschenk Hitlers an die Stadt Linz – wieder aufgestellt wird.

Robert Eiter, Sprecher des oö Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus, bezeichnete diese Begeisterung als „ziemlich seltsam“ und richtete an ÖVP-Vizebürgermeister Erich Watzl die Frage „ob das Engagement für eine künstlerisch belanglose, aber politisch höchst fragwürdige Statue wirklich die richtige Schwerpunktsetzung ist. Denn auf billigen Rechtspopulismus hat schon eine andere Partei das Monopol.“

Es geht um eine Aphrodite-Statue am Bauernberg, die 1942 als persönliches Geschenk Adolf Hitlers der Stadt Linz geschenkt, im Garten der Villa des Nazi-Gauleiters Eigruber im 1912 errichteten Diana-Tempel aufgestellt und nach einer Aktion von Studierenden der Kunstuniversität 2008 in ein Depot entfernt wurde. Weil die SPÖ bei der Gemeinderatssitzung am 22. April 2010 die Entlassung der Statue aus dem Denkmalschutz beantragte, forderte die ÖVP gleichzeitig per Dringlichkeitsantrag die Wiederherstellung des „gesetzlichen Zustandes“ durch Wiederaufstellung der Statue.

Ausgerechnet Kulturreferent VBgm Watzl bemühte dazu einen „korrekten Umgang mit der Geschichte“ und warf dem Bürgermeister Gesetzesbruch vor. Zusätzlich wurde von der ÖVP argumentiert, dass man nach der für die Entfernung der Statue zugrundeliegenden Argumentation auch Nibelungenbrücke, „Hitlerbauten“ und Voest als Relikte aus der NS-Ära abreißen müßte. Der Unterschied ist freilich, dass es sich dabei nicht um persönliche Geschenke des „Führers“ handelt, sondern um Zweckbauten.

Bgm Dobusch berichtete, dass der Denkmalschutz durchaus Verständnis für die Entfernung der Statue hatte, weil diese im Kulturhauptstadtjahr 2009 einen Schaden für das Image der Stadt Linz bedeutet hätte und damit Beschädigungen oder Zerstörungen verhindert werden sollten. Der Denkmalschutz sei seinerzeit für das gesamte Naturensemble des Bauernberges ohne Prüfung von Details erfolgt.

Der Antrag auf Entlassung aus dem Denkmalschutz wurde von SPÖ, Grünen und KPÖ gegen die Stimmen von ÖVP und FPÖ bei Enthaltung des BZÖ beschlossen. Der Antrag der ÖVP wurde nur von der FPÖ unterstützt und blieb damit in der Minderheit. Was bleibt ist die Frage, warum sich ausgerechnet die ÖVP für ein kulturpolitisch sehr zweifelhaftes Streitobjekt mit einer solchen Vehemenz engagiert und welche ewiggestrigen Kräfte in der Linzer ÖVP diese höchst unpassende Reminiszenz an die NS-Ära derart forcieren?


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