Scharf ins Gericht geht Thomas Trenkler im „Standard“ mit dem Sinn der Kulturhauptstädte: „Den Politikern ist egal, was die Künstler und Autoren hervorbringen, solange es sich nur gut verkaufen läßt“ heißt es da.

Und Trenkler schlußfolgert, dass das „EU-Label Kulturhauptstadt zu etwas, das in der gegenwärtigen Form nicht intendiert war: zu einem Vehikel der Tourismusmanager“ verkommen ist und nennt Linz09 ebenso als Beispiel dafür wie Ruhr oder Istanbul 2010.
Das Resümee Trenklers muss für die mediengeilen und publicitybeflissenen Kulturpolitiker vom Schlage Watzl oder Dobusch ein Tiefschlag sein: „Kunst ist für die Kulturhauptstadtmacher nichts weiter als eine attraktive Hure“.