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FACC: Vorrang für schnelles Geld vor Standortgarantie

  • Montag, 5. Oktober 2009 @ 12:52
News Als Lug und Trug entlarvt werden die großmundigen Aussagen des Industriellen Hannes Androsch (SPÖ) und von Raiffeisen-Boss Ludwig Scharinger (ÖVP) über die angebliche Bedeutung heimischer Kernaktionäre für eine Standortgarantie stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner im Zusammenhang mit der Übernahme des Flugzeugkomponentenehrstellers FACC zu 91,25 Prozent durch den chinesischen Konzern Xi'an Aircraft Corporation (XAC) fest. XAC ist seit 1980 Zulieferer für Boeing und Airbus.

Die Salinen AG (Eigentümer sind Androsch und Raiffeisen) und die (von Androsch und Raiffeisen finanzierte) ACC Kooperationen und Beteiligungen GmbH versilbern ihre 1997 im Zuge der Salinen-Privatisierung übernommenen Anteile von jeweils 48,125 Prozent an der FACC (2008: 264 Millionen Euro Umsatz, 1.580 Beschäftigte) zu einem nicht genannten Kaufpreis, als Alibi bleiben fünf Prozent bei der ACC und 3,75 Prozent bei der Stephan GmbH von FACC-Vorstand Walter Stephan.

Wie vom Management unumwunden eingestanden wird, steht mit dem Verkauf eine verstärkte Verlagerung von Produktionen in das Billiglohnland China an, die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze an den Innviertler Standorten Ried, Ort und Reichersberg sind offen. Die jetzt beteuerten Arbeitsplatzgarantien Scharingers hält die KPÖ angesichts einschlägiger Erfahrungen für mehr als fragwürdig.

Aus der Sicht der KPÖ ist es für die von dem Deal betroffenen Beschäftigten und die Region ein politischer Zynismus, wenn sich ÖVP und SPÖ jetzt gegenseitig die Bälle der Schuldzuweisung zuspielen: So kritisiert SPÖ-Chef Josef Ackerl die Untätigkeit von Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl, dieser wiederum beklagt von Androsch nicht über den Verkauf informiert worden zu sein und läßt seinen Parteifreund Scharinger wohlweislich ungeschoren.

„Der Drang zum schnellen Geld anstelle der stets betonten wirtschaftspolitischen Verantwortung für das Land beim Fall FACC durch Androsch und Scharinger läßt auch Rückschlüsse für andere Beteiligungen zu“, so Furtlehner abschließend. So wurden Anteile bei voestalpine, Energie AG, Hypo Oberösterreich, GIWOG oder WAG in den letzten Jahren im Zuge diverser Privatisierungen vom Raiffeisen-Imperium teilweise unter Einbeziehung von Androsch übernommen.


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