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Realismus statt Revolution

  • Mittwoch, 16. September 2009 @ 09:47
Kultur Die Beantwortung des KUPF-Fragebogens durch die KPÖ entspricht der einer Vorzugsschülerin. Von der soliden Basisfinanzierung der Initiativen über die Aufhebung der prekären Arbeitsverhältnisse von Kulturarbeiterinnen hin zu einer stärkeren Förderung der freien Medienlandschaft finden sich hier die zentralen Anliegen der Kulturszene wieder; Leere Wahlversprechen? Eher nicht, zu interessiert und informiert sind die Antworten. Spürbar ist hier eine echte Nähe - inhaltlich, personell und strukturell.

Inhaltlich trifft man sich bei gesellschaftskritischen, emanzipatorischen Ansätzen, dem Aufzeigen von Ungleichheiten, dem antifaschistischen Engagement und dem demokratiepolitischen Verständnis, dass gesellschaftliche Initiative von unten ihren Ausgang finden soll. Personell gibt es zumindest einige prominente Überschneidungen von Menschen, die hier wie dort engagiert sind. Auch wenn in der Kulturszene kaum mehr aktive Kommunistinnen zu finden sind als anderswo, ist hier Anders-Denken und Anders-Sein in vielerlei Hinsicht (auch politisch) nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, da es neue Blickwinkel eröffnet.

Dahinter liegt eine strukturelle Nähe. Es ist nicht zuletzt die Marginalisierung der KPÖ wie der freien Kulturszene, die zu ähnlichen Standpunkten führt. Wie in der Kulturarbeit verbinden sich mit der realistischen Einschätzung der beschränkten eigenen Handlungsmöglichkeiten nichtsdestotrotz die Hoffnungen und Visionen, in einer unbestimmten Zukunft mehrheitsfähig zu werden und den Minderheitenstatus abzulegen. Idealismus, Optimismus und eine gehörige Portion Widerstandsfähigkeit braucht es im politischen System genauso wie im kulturellen, um trotz der widrigen Umstände das Engagement nicht zu verlieren.

Es gibt keine Alternative zum Weg der kleinen Schritte. Die größte Fehleinschätzung der Gründungsväter des Marxismus-Kommunismus und vieler anderer Theoretikerinnen war die Zeitspanne, die es braucht, um das breite gesellschaftliche Bewusstsein zu verändern. Ähnlich wie der freien Kulturszene und ihren Aktivistinnen ist der KPÖ und ihren Streiterinnen ein langer Atem und eine laute Stimme zu wünschen.

Silvia Nagl, Akademikerin, 34/168 und kulturpolitisch interessiert

Quelle: KUPF-Zeitung 131, September 2009

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