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Karin Antlanger zu Fragen der „Rundschau am Sonntag“

  • Sonntag, 13. September 2009 @ 08:00
Wahlen Die „Rundschau am Sonntag“ für das Mühlviertel richtete fünf Fragen an die SpitzenkandidatInnen bei der Landtagswahl 2009 im Mühlviertel. Für die KPÖ antwortete Magª Karin Antlanger, Juristin und Betriebsratsvorsitzende von EXIT-sozial Linz:

1. Welche Verkehrskonzepte braucht die Region, wo soll noch etwas verbessert werden?

Derzeit wird mit der Errichtung des sog. Westrings (S10 und A26) und Plänen für eine Linzer Ostumfahrung das Konzept der Transeuropäischen Netze und somit der Autoverkehr gefördert. Damit wird eine Transitlawine durch das Mühlviertel vorprogrammiert. Die KPÖ forciert hingegen den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Der Ausbau und die Attraktivierung der Summerauerbahn und der Mühlkreisbahn wäre vorrangig, ebenso das Regioliner-Projekt von Linz über Gallneukirchen nach Pregarten. Im Übrigen sind wir KommunistInnen für die Freifahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Also: Freie Fahrt für freie BürgerInnen – aber nicht beim Autorasen sondern bei den Öffis.

2. Stichwort Abwanderung: Die Jungen ziehen weg, die Infrastruktur verschwindet. Wie kann man den Trend aufhalten?

Die Zerstörung der Infrastruktur (Schließung von Postämtern, Zusperren von Nahversorgern, Wirtshaussterben etc.) ist Folge einer falschen Strukturpolitik, teilweise auch Folge der neoliberalen Privatisierungs- und Budgetpolitik. Dazu kommt die Zersiedelung des ländlichen Raumes vor allem im Umfeld der Städte. Wichtig wäre die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in strukturschwachen Gebieten um das Pendeln und das Abwandern zu reduzieren.

3. Kriminaltourismus an der Grenze: Was muss sich da ändern?

Bezeichnerweise fordern jetzt ausgerechnet diejenigen die Grenzen dicht zu machen, die bis 1989 lautstark deren Öffnung verlangt haben. Die Exekutive hat bei sinnvollem Einsatz ihrer Kräfte ausreichend Möglichkeiten den Kriminaltourismus zu bremsen. Statt wie am 1. Mai in Linz friedliche DemonstrantInnen nieder zu prügeln, sollte sich die Exekutive auf die Verbrechensbekämpfung konzentrieren.

4. Wie können Betriebe und damit zusätzliche Arbeitsplätze in die Region geholt werden?

Hier ist vor allem die öffentliche Hand gefordert, weil private Unternehmen durch den Vorrang von Profitinteressen kaum Rücksicht auf die regionale Infrastruktur und Strukturpolitik nehmen. Durch Beschäftigungsimpulse von Land und Gemeinden in Bereichen wie erneuerbare Energie, Wärmedämmung, Nahverkehr, Wohnbau etc. können auch im ländlichen Bereich Betriebe angesiedelt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

5. Stichwort Bildung: Ist das Schulangebot in unseren Breitengraden ausreichend?

In jedem Bezirk müsste zumindest eine Schule von jedem weiterführenden Schultyp (AHS, BHS, HTL, FH, Berufsschule…) vorhanden sein. Grundsätzlich hält die KPÖ eine einheitliche Gesamtschule für alle 10-14jährigen für notwendig, ebenso den freien Zugang zum Studium. Dazu ist auch der Ausbau der Universität in Linz durch weitere Fakultäten notwendig.

Zur Person: Magª Karin Antlanger, geb. 1958, verheiratet, zwei auswärts studierende Kinder, wohnhaft in Gramastetten, Studium Rechtswissenschaft Johannes-Kepler-Universität Linz, seit 1997 als Juristin und Sozialpädagogin bei EXIT-sozial in Linz tätig, seit 1999 Betriebsratsvorsitzende von EXIT-Sozial, seit 2005 GLB-Bundesvorsitzende, Spitzenkandidatin der KPÖ bei der Landtagswahl 2009 im Wahlkreis Mühlviertel


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