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Lebensqualität kontra Verkehrsaufkommen

  • Freitag, 14. August 2009 @ 12:32
Verkehr Von Mag. Christoph Kepplinger, Hagenberg

Für Herrn Grohs aus Pregarten ist die jüngste Auszeichnung des 3-Märkte-Busses mit dem VCÖ-Mobilitätspreis offenbar ein grobes Ärgernis, weil diese an seiner "Realität" vorbeigeht. Was aber ist die "Realität"? Der durchschnittliche Besetzungsgrad bei Pkw-Fahrten in Österreich beträgt gerade einmal 1,2 Personen, der Anteil von Autofahrten für Entfernungen von unter 2km ist hoch (jede vierte Autofahrt!), dabei sind gerade Kurzstrecken mit dem Auto relativ teuer.

Das motorisierte Verkehrsaufkommen am Pregartner Stadtplatz oder in der Hagenberger "Neuen Mitte" sind traurige Beispiele und ich lade jede/n ein, das eigene Mobilitätsverhalten kritisch zu hinterfragen und zu einer Änderung der "Realität" beizutragen. Es wird auch Zeit, dass die verantwortlichen PolitikerInnen Verkehrspolitik nicht nur auf den Autoverkehr reduzieren.

Die Lebensqualität wird durch Verkehrslärm, Schadstoffe, Unfälle, Staus, Zersiedlung und immer weiteren Straßenbau nicht verbessert. Leistbare Öffentliche Nahverkehrsangebote, aber auch ein Ausbau der Infrastruktur für das Radfahren und Gehen werden in Zukunft immer wichtiger und stärken die Nahversorgung in den Ortszentren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine positive Bewusstseinsarbeit und eine ständige Weiterentwicklung und Verbesserung des bereits Erreichten nötig.

Leserbrief an die Rundschau


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