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Linzer FPÖ-Chef Wimmer ein Sicherheitsrisiko für das Bundesheer

  • Donnerstag, 23. Juli 2009 @ 15:12
News Als bezeichnend für den Charakter der FPÖ sieht KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner die jetzt bekanntgewordene Tatsache, dass der Linzer FPÖ-Bezirksobmann und Spitzenkandidat bei der kommenden Gemeinderatswahl, Detlef Wimmer, beim Bundesheer die Offizierslaufbahn wegen seiner Kontakte zum neonazistischen und illegal tätigen Bund Freier Jugend (BFJ) verwehrt wurde. Das Heeresabwehramt hat Wimmer, der früher ein Mitarbeiter des FPÖ-Nationalratsabgeordneten und Landtagsspitzenkandidaten Manfred Haimbuchner war, deswegen die für eine Offizierslaufbahn notwendige Verlässlichkeit aberkannt.

Gegen Wimmers Abwehrreaktionen einer „parteipolitisch motivierten Aktion aus dem roten Ministerium“ sprechen allerdings die Fakten: Als Anfang 2007 bekannt wurde, dass der BFJ-Aktivist Andreas Retschitzegger – der unter anderem auch unter dem Pseudonym „retschi_85“ Fotos von rechtsextremen Aufmärschen ins Internet stellte – gleichzeitig stellvertretender Bezirksobmann der FPÖ-Jugendorganisation Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) von Linz-Land war, rechtfertigte Wimmer als damaliger Landesobmann des RFJ die Teilnahme von RFJlern an Demonstrationen der neonazistischen deutschen NPD mit dem Argument „Das ist eine erlaubte Partei“, verbandsschädigend sei hingegen eine Teilnahme an einer „Love Parade, wo es um Lesben und Schwule geht“.

Wimmer meinte sogar der BFJ sei eine „erlaubte Jugendorganisation“. Detlef Wimmer selbst hat ein offenbar ambivalentes Verhältnis zum Rechtsextremismus, wenn er etwa laut DÖW-Dokumentation dekretiert, dass die „Jugend keine endlosen Diskussionen über die Vergangenheit“ braucht und gleichzeitig das „öffentliche Bekenntnis zu den Helden unserer Vergangenheit“ zu einer Aufgabe des RFJ erklärt.

Wimmer ist auch ein „Alter Herr“ der laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) innerhalb der Burschenschaften als dem ausgesprochen rechtsextremen Flügel angehörenden Burschenschaft Arminia Czernowitz mit einem Vereinslokal in der Lindengasse in Linz-Urfahr. Dieselbe Adresse wurde auch auf den aus einem der oberen Stockwerke eines Hauses auf die TeilnehmerInnen des antifaschistischen Lichterzuges am 30. April in Linz geworfenen Streuzetteln einer ominösen „ARGE Destruktiv ist Innovativ“ angegeben. Die Vermutung, dass Wimmer an dieser Störaktion mitbeteiligt, möglicherweise sogar deren Drahtzieher war liegt daher nahe.

Der FPÖ-Gemeinderatsspitzenkandidat (und nach der Herbstwahl wahrscheinliche Stadtrat) und dessen Burschenschafter-Clique haben in den letzten Jahren die Macht in der Linzer FPÖ übernommen und ihnen zu liberal positionierte FunktionärInnen systematisch verdrängt. Die Querschüsse der FPÖ die wegen Ermittlungen über die Kontakte Wimmers zum BFJ zur Suspendierung eines Datenforensiker des LVT geführt haben zeigen großen Handlungsbedarf in Bezug auf Ermittlungen über das politische Umfeld Wimmers. In einem anderen Land hätte ein Politiker vom Schlage Wimmers schon längst zurücktreten müssen bzw. wäre von seiner Partei dazu gezwungen worden.

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