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Leserbrief an die OÖN

  • Freitag, 15. Mai 2009 @ 08:02
Antifa Bei den Provokationen in der Gedenkstätte Ebensee wird man wahrscheinlich wieder zu dem Schluss kommen, dass es sich um dumme Jungenstreiche gehandelt hat. Dabei ist längst bekannt, dass es im Salzkammergut eine „rechte Szene“ gibt.

Bei der letzten Landtagswahl wurden zum Beispiel Plakatständer mit dem Spruch „ROTFRONT VERRECKE“ überschmiert. Mitten im Ort, vor dem Konsum! Und das ist nicht die normale Ausdrucksweise von 14 bis 16jährigen Jugendlichen! Es ist bekannt, dass im Zeitgeschichtemuseum Ebensee vorbildliche Aufklärungsarbeit geleistet wird und dass zu den Befreiungsfeiern viele ausländische Gäste kommen.

Waren da nicht Provokationen vorstellbar? Wo war denn da die Exekutive? Da meine ich gar nicht so sehr die Örtliche, die ist wahrscheinlich sowieso überfordert. Aber wo waren da Teile der Kommandos, die einen legal angemeldeten 1.Mai-Aufmarsch in Linz, von verschiedenen Organisationen, präventiv verhindert haben.

Da stellt sich schon die Frage: wen schützt die Polizei eigentlich? Neonazis haben zur gleichen Zeit Kinderfreunde am Pfarrplatz provoziert und, wie ich aus einem Leserbrief der OÖN entnehme, haben Sozialdemokraten am Urfahrermarkt ungehindert angestänkert werden können. Umso mehr wundert es mich auch, dass die SPÖ zu diesen Vorfällen noch immer eisern schweigt!

Die gleichen „angeblich Vermummten“ haben auch am Vortag an der Demonstration „Lichter gegen Rechts“ teilgenommen. Waren sie da weniger gefährlich? Das Aufsehen wäre größer gewesen!

Zu dem Leserbriefschreiber in den OÖN, Peter Schaumberger aus Altenberg, der genau beobachtet hat: findet er es ganz normal, dass vor Beginn einer Demonstration eine Gruppe von einer doppelten Reihe „ruhigen und überlegten“ Polizisten eingekesselt wird, dass Personen einzeln herausgefischt , die Personalien aufgenommen und mit einem Namensschild umgehängt, fotografiert werden? Wie er selbst schreibt, in einem Zeitraum von 10.45 bis 12 Uhr! Wo bleibt denn da das Demonstrationsrecht?

Seit 1946 gehe ich am 1. Mai in Linz über die Landstraße. Damals als Kind voll Freude, weil eine neue Zeit begonnen hat: ohne Angst vor Tieffliegern und Bomben. Heuer, 2009, hat mich die Polizei an dieser Tradition gehindert. Ich konnte mich noch nicht einmal einreihen – wie die Musikgruppe – weil sich ja der Demonstrationszug noch keinen Meter bewegt hat.

Ein Beamter meinte, ich soll doch weitergehen: „Ich habe Sie gewarnt!“ Im gleichen Moment sind auf der Straße die Gummiknüppel in die Höhe gegangen. Vielleicht hat er vermeiden wollen, dass eine alte Frau auch etwas abbekommt. Später hat er gemeint: „Sie könnten doch gescheiter sein“! Wieso? Weil ich auf mein demokratisches Recht nicht verzichten wollte!

Der Polizei ist auf alle Fälle gelungen, was die Intendanz von Linz 09 bis jetzt nicht geschafft hatte, die Kulturhauptstadt Linz in der ganzen Welt bekannt zu machen.

Margit Kain, Linz


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