Am Donnerstag, 22. Jänner 2009 hat sich der Linzer Gemeinderat einstimmig für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM ausgesprochen und die Regierung aufgefordert, die dafür notwendigen Schritte einzuleiten. Damit wird die Zahl der Gemeinden, die den Ausstieg aus der EU-Atomorganisation fordern immer mehr. „Es sind bereits 13 Gemeinden, die sich in Resolutionen für einen Ausstieg aus EURATOM ausgesprochen haben: Nach Gutau, Freistadt, Neumarkt, Ottensheim, Feldkirchen an der Donau, Vöcklabruck, Wels, Gmunden, Siegersdorf bei Herberstein, Göpfritz an der Wild, Waisenegg und Lassing gibt es nun auch in der Europäischen Kulturhauptstadt Linz eine Resolution zum Ausstieg aus EURATOM! Wir sind überzeugt, dass schon demnächst weitere Gemeinden diesen Beispielen folgen werden!“, freuen sich Roland Egger und Gabi Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberösterreich.

Die EU-Kommission versucht immer offener, Druck für eine Renaissance der Atomwirtschaft zu machen und findet dabei auch in Österreich Unterstützung, wie der Vorstoß des Großindustriellen Hannes Androsch für das Aufsperren von Zwentendorf beweist. Umso wichtiger ist es jetzt, die Mitgliedschaft in diesem Atomklub zu beenden, für den Österreich im Jahr 2004 bereits 40 Millionen Euro überwiesen hat; mittlerweile dürften die Zahlungen massiv angestiegen sein, da im 7.EU-Rahmenprogramm die Mittel für EURATOM um 89% pro Jahr aufgestockt wurden.

Rudi Schober, Aktivist der Werkstatt Frieden & Solidarität und Gemeinderat in Ottensheim: „Wenn das in den Städten und Gemeinden so weitergeht, können wir es schaffen, dass „Raus aus Euratom“ bald zur Umsetzung kommt. Die freiwerdenden Mittel können somit in allen Gemeinden für thermische Sanierungen, erneuerbare Energien und Solarprojekte investiert werden! So kommt der politische Wille der Bevölkerung in den Gemeinden auch diesen wieder zugute - in Form von wohliger Wärme und sicheren Arbeitsplätzen.“

Infos:
- http://www.atomkraftfrei-leben.at/
- www.werkstatt.or.at