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An ihren Runen kann man sie erkennen

  • Dienstag, 20. Januar 2009 @ 15:33
Antifa Die Rede ist von den Ewiggestrigen braunen Couleurs. Stirbt ein „Ehemaliger“ dann ist ihm ein Nachruf sicher, auf dem anstelle anderer Isignien wie etwa einem Kreuz oder einem schlichten „gestorben“ eine altgermanische Todesrune (siehe Bild links) verwendet wird. Auch im selbsternannten „Landeshauptblatt“ namens OÖN findet man nichts dabei, solche Nachrufe abzudrucken, handelt es sich doch um einen durchwegs finanzkräftigen und offenbar gar nicht so kleinen Kundenkreis, jedenfalls wurden bislang alle Proteste von dieser in der NS-Zeit üblichen Praxis Abstand zu nehmen schlichtweg ignoriert.


Als Pendant zur „Lebensrune“ deuteten die NS-Esoteriker die Yr-Rune zur „Todesrune“ um. Sie wurde dementsprechend etwa auf Gräbern für das Todesdatum benutzt. Die Man-Rune wurde in der NS-Zeit entgegen ihrer ursprünglichen Bedeutungen als „Lebensrune“ interpretiert, die das menschliche Leben symbolisiert.

Sie war ein Dienstrangabzeichen des SA-Sanitätswesens und stand auf Gräbern von SS-Angehörigen als Zeichen für das Geburtsdatum. Apotheker führten die Rune in ihrem Hauszeichen und die NS-Frauenschaft, das Deutsche Frauenwerk und der Reichsbund Deutsche Familie verwendeten sie als Kennzeichen. Selbst die Reichsgesundheitsführung versinnbildlichte die gesundheitsfördernde Wirkung des Vollkornbrotes durch die Man-Rune.

Aber nicht nur in Nachrufen, auch anderweitig finden solche Runen Verwendung. So wurde bei der tipptopp durchgeführten Renovierung der Fassade des ehemaligen Schütz-Hauses Klammstraße 18 Bedacht darauf genommen, die Odal-Rune bei einem der Dachfenster (siehe Foto links) wieder in Bestzustand zu bringen. Der Besitzer des Objekts, ein gewisser Gerold Riegler, scheint auf solche Traditionen Wert zu legen.

Die der Odalrune zugeschriebenen Bedeutungen kreisen um Begriffe wie „ererbter Besitz, Ahnen, Heimat“ oder „Erbe/Wirkung, Scholle, Blut“. In der Wikingerzeit soll sie den Glauben an Odin symbolisiert haben. In der NS-Ära befand sich diese Rune auf Abzeichen der SS-Gebirgsdivision „Prinz Eugen“ und des „Rasse- und Siedlungsamtes“, Neonazis in Deutschland („Wiking-Jugend“ und „Bund Nationaler Studenten“) benutzten sie als Logo und auch die rassistische „African Student Federation“ wählte sie für ihr Banner. Der rechtsextreme Sänger Frank Rennicke würdigte das Zeichen in seinem Song „Odalrune“ auf der CD „Unterm Schutt der Zeit“: „Odalrune, auf schwarzem Tuch, weh' voran uns, trifft uns auch der Fluch. Du Zeichen allein, kannst die Freiheit nur sein, weh' voran, ein Leben lang!“

Im Unterschied zur Sig-Rune, die in ihrer doppelten Verwendung als Zeichen der 1945 zur verbrecherischen Organisation erklärten SS (Schutzstaffel) verwendet wurde ist die Verwendung der Man-, Yr- und Odal-Rune nicht strafbar, was offensichtlich sowohl von „Traditionalisten“ als auch diversen rechtsextremen bis neonazistischen Gruppen ausgenützt wird. Aber wie gesagt, an ihren Runen kann man sie erkennen…

Infos: http://www.ida-nrw.de



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