Seit Beginn des Wahlkampfes für die heurige Präsidentenwahl in den USA wird praktisch in allen Medien unrichtigerweise immer von "den beiden" bzw. "den 2 Kandidaten" berichtet. In Wirklichkeit kandidieren jedoch 13 Politiker , davon werden 9 von politischen Parteien aufgestellt und 4 sind unabhängige Einzelkämpfer, von denen Ralph Nader der bekannteste ist. 11 Kandidaten werden somit "nicht einmal ignoriert". Richtig ist jedoch, daß nur die 2 in der Berichterstattung vorkommenden Kandidaten der Großparteien tatsächlich Chancen auf den Wahlgewinn haben. Schuld daran ist das äußerst undemokratische amerikanische Mehrheitswahlrecht, das den Einfluß der Konzerne auf die Politik immens stärkt und es kleinen Parteien, die nur wenig Konzernspenden erhalten, fast unmöglich macht, politischen Einfluß zu nehmen.

Daher: Hände weg vom Mehrheitswahlrecht in Österreich!

Peter Baalmann, Frankenmarkt

P.S.: Hinweis an die Redaktion: Liste der Kandidaten siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staaten_2008#Kandidaten