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Flotte Burschen…

  • Dienstag, 28. Oktober 2008 @ 09:11
Antifa Nicht weniger als elf der 34 FPÖ-Abgeordneten kommen aus dem Stall der deutschnationalen „schlagenden“ Burschenschaften. Allesamt sind sie natürlich sonorige „Alte Herren“ die sich demokratisch geläutert präsentieren und ihren politischen Background tunlichst verbergen. Die Kandidatur des FPÖ-Abgeordneten Martin Graf als Dritter Nationalratspräsident hat aber schlagartig die hemmungslose Verfilzung von FPÖ und Burschenschaften und damit dem ganzen rechtsextremen Dunstkreis sichtbar gemacht.

Umso mehr wird diese Wahl zur Gretchenfrage für die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP, beide Gründerparteien der 2. Republik die eigentlich einem klaren antifaschistischen Verfassungsauftrag, festgeschrieben im NS-Verbotsgesetz und im Staatsvertrag, verpflichtet sind. Aber nur eigentlich, denn in der politischen Praxis geht es ja immer darum sich die Option einer Koalition mit der Rechtsaußen-FPÖ offen zu halten.

Die Grünen und einzelne SPÖ-Abgeordnete haben öffentlich erklärt Graf nicht zu wählen, weil sie seine Mitgliedschaft mit der vom DÖW als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft Olympia als unvereinbar mit einem der höchsten Ämter des Staates halten. Zahlreiche Kulturschaffende, der ehemalige ÖVP-Politiker Heinrich Neisser haben protestiert. Die KPÖ hat die Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen mit Verweis auf den antifaschistischen Verfassungsauftrag aufgefordert Graf nicht zu wählen, dessen Kandidatur von der FPÖ als politisches Exempel statuiert wird um auszuloten, wie weit sie bereits gehen kann.

Nachstehend die Liste der FPÖ-Abgeordneten von denen bekannt ist dass sie Burschenschaften angehören oder anderweitig in rechtsextremen Zusammenhängen „einschlägig“ aufgefallen sind:

Graf Martin, Olympia Wien, die 1961 behördlich aufgelöste und 1973 wiederbegründete Olympia stellt das NS-Verbotsgesetz in Frage, bekennt sich zur „deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft“ und zur Mensur als einem „bewährten Selektionsritual deutscher Studenten“ und bot 2005 dem später verurteilten britischen Holocaust-Leugner David Irving eine Plattform dort war NDP-Chef Norbert Burger wird als „hervorragendes Mitglied“ der Olympia bezeichnet. ANR-Chef Bruno Haas referierte bei Veranstaltungen der Olympia.

Fichtenbauer Peter, Ferialverbindung deutscher Hochschüler Waldmark, stv. Obmann des Vereins zur Pflege des Grabes des 1944 verstorbenen zum NS-Helden hochstilisierten Fliegers Walter Novotny am Wiener Zentralfriedhof, zu welchem jährlich Trauermärsche von Rechtsextremen stattfinden

Gradauer Alois, Bajuvaria Linz

Haimbuchner Manfred, Corps Alemannia Wien zu Linz

Königshofer Werner, Brixia Innsbruck, ehemals NDP-Funktioär, von 1973 bis 1976 Leiter der Tiroler Lokalredaktion der laut DÖW neonazistischen Zeitschrift „aktuell“ und 1975 Organisator des wegen seiner neonazistischen Ausrichtung verbotenen „Ersten Mitteleuropäischen Jugendkongresses“

Kurzmann Gerhard, Kameradschaft IV ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS

Neubauer Werner, Teutonia Linz, Autor der rechtsextremen „Aula“

Rosenkranz Walter, Akademische Burschenschaft Libertas Wien

Stefan Harald, Olympia Wien

Strache Heinz-Christian, Mittelschulverbindung Vandalia Wien, Autor in der „Aula“

Vilimsky Harald, 1988 Autor eines Artikels in der rechtsextremen Zeitschrift „Der Völkerfreund“

Weinzinger Günther, Bruna Sudetia Wien, Autor in der „Aula“

Winter Susanne, aufgefallen mit ihrer antiislamischen „Kinderschänder“-Rede im Grazer Gemeinderatswahlkampf 2008, Autorin der „Aula“

Zanger Wolfgang, Vandalia Graz


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