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KPÖ protestiert gegen antisemitische Kampagne in Litauen

  • Mittwoch, 27. August 2008 @ 15:27
News In einem Mail an die Botschaft Litauens in Österreich, die Österreichische Botschaft in Litauen, die Österreich-Vertretung der Europäische Kommission Vertretung und des Europäischen Parlaments, das Büro des Europarates sowie an den Linzer Bürgermeister Franz Dobusch nimmt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner namens der KPÖ-Oberösterreich zur antisemitischen Kampagne in Litauen Stellung und fordert deren sofortige Beendigung. Im Wortlaut heißt es darin:

„Sehr geehrte Damen und Herren! Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass nach dem Start einer antisemitischen Kampagne durch die rechte Zeitung "Lietuvos Aidas" Anfang 2008 die Staatsanwaltschaft in Litauen mit Ermittlungen gegen ehemalige jüdische PartisanInnen, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht kämpften, begonnen hat. Wir fordern, die Verfolgung ehemaliger jüdischer PartisanInnen und die Versuche, die Geschichte umzuschreiben, indem aus Verfolgten "Mörder" und aus Nazi-Kollaborateuren "Freiheitshelden" gemacht werden, sofort eingestellt werden.

Die Europäische Kommission sollte ihren Entschluss, die litauische Hauptstadt Vilnius zur Kulturhauptstadt 2009 zur erklären, überdenken. Einem Land, in dem antisemitische Stimmungsmache in Politik, Justiz und Medien derart breiten Raum einnehmen kann, steht eine solche Auszeichnung nicht zu. Wenn die EU ihren Anspruch einer Gegenthese zu Auschwitz ernst nimmt, dürfen die Verantwortlichen nicht tatenlos zusehen, wenn in einem EU- Mitgliedsland derart unverschämt die Geschichte im Geist von Nationalismus und NS-Kollaboration umgeschrieben wird. Auch die zuständigen österreichischen Stellen sind aufgefordert, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um mitzuhelfen, diese antisemitische Kampagne in Litauen zu stoppen.

Da die oö Landeshauptstadt Linz gemeinsam mit Vilnius 2009 Europäische Kulturhauptstadt sein soll ist auch die Stadt Linz, die sich in den letzten Jahren große Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Ära und die Würdigung des antifaschistischen Widerstandes gemacht hat, zu einem deutlichen Protest gefordert. Es wäre eine Schande, wenn Linz gemeinsam mit Vilnius Kulturhauptstadt wird und gleichzeitig in Litauen jüdische WiderstandskämpferInnen verfolgt werden.“

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