Es ist erfreulich, wenn in der Stadtzeitung "Lebendiges Linz" die Linzer Straßen und Plätze vorgestellt werden und informiert wird, nach wem sie benannt sind. Der Eintrag "Die Teuflstraße wurde 1945 nach dem Schlosser Josef Teufl (1904-1945) benannt, der im Konzentrationslager Mauthausen umkam" ist aber befremdend. Nicht nur, dass unterschlagen wird, dass Teufl seit 1933 Landesobmann der KPÖ war. Die Formulierung "umkam" verniedlicht die Verbrechen des Naziregimes. Teufl ist ja nicht an einer Krankheit gestorben und hat auch nicht Selbstmord begangen, sondern wurde als einer von über 40 der "Welser Gruppe" noch in den letzten Tagen des NS-Regimes als ein Großteil Österreichs schon befreit war ermordet. Gauleiter Eigruber hatte die ausdrückliche Weisung dazu gegeben, damit die anrückenden Alliierten "keine aufbauwilligen Kräfte" vorfinden sollten.

Leserbrief an "Lebendiges Linz"