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Josef Duschill (1913-2003)

  • Freitag, 14. März 2008 @ 09:00
Biografien Josef Duschill, von seinen Freunden Joschi genannt, wurde am 14. März 1913 in Breitbrunn, Gemeinde Kirchberg-Thening (Bezirk Linz-Land) geboren. Sein Heranwachsen war, wie das von vielen seiner Generation, hart und entbehrungsreich und ein stetiges Ringen um das Notwendigste. Schon mit zehn Jahren verloren er und seine sechs Geschwister die Mutter und er musste schon früh Tätigkeiten aufnehmen mit denen er sich das Schulgeld für die Figulyschule finanzierte.

Nach dem Schulbesuch nahm er die Arbeit in einem großen Rennstall auf und war dort zwölf Jahre lang als Traber-Trainer beschäftigt. Schon in früher Jugend stieß er zur Arbeiterbewegung. Von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und Sozialistischen Arbeiter Jugend kam er zum Kommunistischen Jugendverband und war aktiv an den Februarkämpfer 1934 beteiligt und wurde in der Folge mehrmals verhaftet und inhaftiert.

Laut einem Gendarmeriebericht wurde er am Morgen des 25. Juli 1934 wegen bei ihm aufgefundenen Flugblättern mit dem Titel „Der Weg der österreichischen Linksopposition zum Kommunismus“ sowie von sogenannten Streuzetteln verhaftet. Einen Namen machte sich Sepp Duschill auch als Organisator einer Demonstration gegen die damals eingeführte Fahrradsteuer.

Nach der Okkupation Österreichs 1938 wurde er als Widerstandskämpfer gegen den Nazi-Faschismus neuerlich verhaftet und anschließend zum Militärdienst eingezogen. Dort erlebt er das unermessliche Leid und das Grauen, das Faschismus und Krieg mit sich brachten. Diese Erfahrungen prägten auch ihn nachhaltig und ließen ihn zu einem konsequenten Mahner für Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit werden.

Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft Ende 1946 aus Ägypten trat er in die Voest ein, wo er bis zu seiner Pensionierung als Kranführer tätig war. Dort setzte sich Sepp Duschill als Betriebsrat der damaligen Gewerkschaftlichen Einheit und aktiver Gewerkschafter für die Interessen seiner Arbeitskollegen ein und erwarb sich dadurch hohe Wertschätzung. Eine maßgebliche Rolle spielte er auch beim Oktoberstreik 1950 in der Voest. Lange Zeit war er auch Betriebsrat der damaligen GE-Fraktion. 1946 wurde Sepp Duschill Mitglied der KPÖ, war als Presseaktivist und Subkassier der Betriebsorganisation Voest und Vertrauensperson der Parteigruppe Urfahr tätig und in früheren Jahren auch als Betreuer von Jugendgruppen aktiv.

Solange es seine Gesundheit erlaubte war er einer der maßgeblichsten Aktivisten des Zentralverbandes der Pensionisten und trug wesentlich zur Entwicklung der Ortsgruppe Urfahr-Linz Mitte und ihren zahlreichen Aktivitäten bei. Für seine jahrelange Tätigkeit als ehrenamtlicher Fürsorger wurde ihm vom Gemeinderat der Stadt Linz, der Titel „Fürsorgerat“ verliehen. 1998 bekam Sepp Duschill vom Bundespräsidenten das Ehrenzeichen für Verdienste auf die Befreiung Österreichs.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Duschill nach einem 2001 erlittenen Oberschenkelhalsbruch im Seniorenzentrum Ing.Stern-Straße. Josef Duschill starb am 24. Oktober 2003 nach längerem schweren Leiden im 91. Lebensjahr. Seine Gattin Luise, mit der er seit 1951 verheiratet war, hatte ihn in den letzten Jahren mit großer Aufopferung betreut.

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