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Boulevard-Medium macht rechtsextreme Partei bekannt

  • Samstag, 10. Mai 2008 @ 11:10
Antifa Ein Bericht von Adolf Brunnthaler (Sprecher Mauthausen Komitee Weyer-Dipoldsau):

Am Samstag, 10. Mai 2008, unternahm ich mit dem Amtsleiter der Marktgemeinde Weyer eine Mountainbike-Tour nach Kleinreifling, um uns an Ort und Stelle über die Aktivitäten der NVP (Nationale Volkspartei) zu informieren. Wir erreichten um 10.30 Uhr den Ortsplatz, auf dem um 11.00 Uhr ursprünglich die Gründungsversammlung stattfinden hätte sollen.

Ein „Sektempfang“ auf dem Vorplatz der Pfarrkirche war bereits im Vorfeld von den Bewohnern und der Pfarrgemeinde abgelehnt worden. Von der NVP ließen sich etwa 10 bis 15 Personen blicken, sie betraten aber nicht den Ortsplatz, sondern zogen sich in das Gasthaus Kaltenbrunner zurück. Nach meinem Eindruck und nach Gesprächen mit Kleinreiflinger Jugendlichen handelte es sich um Robert Faller und einige jüngere Mitglieder der NVP.

Die Polizei kontrollierte mit zwei Einsatzwagen das Ortszentrum von Kleinreifling, der Verfassungsschutz war angeblich mit 6 bis 10 Beamten in Zivil vertreten, zumindest einen davon konnten wir als Motorradfahrer feststellen. Der Vizebürgermeister von Weyer, Gerhard Gollner, ein Kleinreiflinger, kontrollierte ebenfalls den Ortsplatz.

Nachdem von 10.30 bis 11.30 Uhr nichts festzustellen war, begannen wir den etwa 7 Kilometer langen Anstieg zur Niglalm auf 800 Meter Seehöhe. Hier überholte uns die NVP-Gruppe in drei bis vier Fahrzeugen mit Kennzeichen aus Braunau (Faller), Graz, Linz und Wien. Vor der Niglalm waren links und rechts der Straße Plakatständer mit der Aufschrift „Nein zur EU“ aufgestellt. An der Terrasse der Alm hing ein Transparent mit „Ja zu Österreich - raus aus der EU“.

Entgegen den Zeitungsberichten waren auf der Alm etwa 20 bis 30 Personen, davon 7 bis 10 Frauen, den Autos nach zu schließen von einer Pornofirma. Zusätzlich kamen im Lauf des Mittags weitere Autos mit älteren Teilnehmern an der Versammlung. Das Wirtsehepaar war nicht zu sehen, sie durften auch nichts ausschenken, nachdem es sich um eine geschlossne Gesellschaft handelte. (Am heutigen Donnerstag hätten die Meldezettel am Gemeindeamt vorgelegt werden sollen, die Wirtin kam aber nur mit einem Zettel, wo draufstand: „30 Personen der NVP“. Dies wurde von der Gemeinde nicht akzeptiert. Auch die Polizei kopierte diesen Zettel.)

Nach 13.00 Uhr verließen wir die Alm, konnten bis dahin keine Aktivitäten feststellen, außer dass (vermutlich) Stephan Ruprechtsberger zu einzelnen Wanderern und dem Bergbauern, dem die danebenliegende Viehtalalm gehört, ging, um sie mit Handschlag zu grüßen, zu Gesprächen kam es aber nicht.

Die Angaben in der Website der NVP basieren vor allem auf Aussagen der Niglalm-Wirtin und auf Angaben der Gemeinde-Website. Der Bürgermeister war nur einmal auf der Alm, ich habe mit der Wirtin 20 Minuten telefoniert. Gedroht haben wir natürlich beide nicht, nur gehofft, sie würde Vernunft annehmen. Der örtliche Fleischhauer hat von sich aus entschieden, die NVP nicht zu beliefern, vor allem auch weil er ein behindertes Kind hat und mit diesen Leuten nichts zu tun haben will.

Leider hat die Dummheit der Berichterstattung der „Steyrer Rundschau“ der NVP viel Öffentlichkeit gebracht. Die angekündigte Pressekonferenz hat aber nie stattgefunden. Die Rundschau-Informationen dieser Woche stammen nur von der Website der NVP. Ein peinlicher Journalismus, der sich einzig durch eine Neonazi-Homepage informiert! In der „Steyrer Rundschau“ werden weitere NVP-Aktivitäten und -Info-Tische in Weyer angekündigt. Es wird also weitergehen.

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