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Ein Beispiel das Mut macht…

  • Sonntag, 27. April 2008 @ 08:53
Global Wenn es um gewerkschaftliche Belange geht, steht internationale Solidarität meist nur auf dem Papier von diversen Erklärungen. Während das Kapital, sprich die großen Konzerne zunehmend international agieren und sich hervorragend vernetzen um ein Maximum an Profit herauszupressen, steht es um die Sache der Lohnabhängigen meist schlecht, weil sich die Gewerkschaften entgegen ihren Beteuerungen letztlich allzu oft den „Standortinteressen“ des „eigenen“ Kapitals unterwerfen.

Es gibt freilich gelegentlich Ausnahmen, die Mut machen. So konnte Ende April ein chinesischer Frachter eine Lieferung von 77 Tonnen Waffen für den korrupten Diktator Robert Mugabe in Simbabwe nicht liefern, weil sich die gewerkschaftlich gut organisierten Dockarbeiter in Durban (Südafrika) weigerten die tödliche Ladung auszuladen und Mosambik dem Schiff überhaupt die Zufahrt zu den Häfen verweigerte.

Peking registrierte dies mit verständnisloser Miene, betrachtete man die Lieferung doch als „normales Geschäft“ und warnte davor die Angelegenheit „zu politisieren“. Außerdem wurde befürchtet, dass die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau die Ladung von 1.500 Raketen, 2.500 Mörsergranaten, hundert Granatwerfer und 3,5 Millionen Schuss Munition für Maschinengewehre pfänden lassen könnte um eine ausstehende Staatsgarantie Simbabwes für einen Millionenkredit einzutreiben.

Auf der Hand liegt schließlich, dass Mugabe die Waffenlieferung wohl kaum zur Abwehr eines äußeren Feindes benötigt hätte, sondern zweifellos zur Aufrechterhaltung seiner Diktatur, nachdem bei der letzten Wahl sein Kontrahent gewonnen hatte. Die Verhinderung der Übernahme der Waffenlieferung hat somit wohl auch ein Blutbad verhindert. Die Dockarbeiter von Durban haben damit nicht nur ein Beispiel von Solidarität mit den Menschen in Simbabwe bewiesen, sondern auch das Regime in Peking beschämt, das keine Skrupel hat sich auf Kosten elementarer Menschenrechtsinteressen mit den übelsten Diktatoren zu verbünden, wenn es um schnöde Geschäfte geht.



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