Mit einer Kranzniederlegung bei der Gedenktafel für den bei den Februarkämpfen 1934 am damaligen Polygonplatz, dem heutigen Bulgariplatz, ermordeten Schutzbündler Anton Bulgari gedachte die KPÖ-Oberösterreich der Ereignisse des 12. Februar 1934. KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner wies in einer kurzen Ansprache auf die Vorgeschichte der Februarereignisse durch die Ausschaltung des Parlaments und Installierung des austrofaschistischen Regimes bereits im Jahre 1933 und des bereits im selben Jahr erfolgten Verbots der KPÖ und des Schutzbundes hin. Der Februaraufstand 1934 war ausgehend von Linz der letzte verzweifelte Versuch die Demokratie zu retten, der durch die Übermacht von Bundesheer und Heimwehr und das Versagen der SP-Führung jedoch niedergeschlagen wurde. Es folgten die Jahre des Austrofaschismus, der wiederum nur Wegbereiter des Hitlerfaschismus war, dem Österreich von 1938 bis 1945 unterworfen wurde.

Als Schlussfolgerung aus den Februarkämpfen bezeichnete Furtlehner die Wachsamkeit gegenüber allen Bestrebungen demokratische Errungenschaften außer Kraft zu setzen sowie die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus als Basis für faschistische Bestrebungen in Phasen sozialer Verunsicherung zu sehen. In diesem Sinne gedenkt die KPÖ der Februarkämpfe von 1934.