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GLB-Erfolg bei Betriebsratswahl im B37 in Linz

  • Dienstag, 18. Dezember 2007 @ 20:14
Wahlen Sehr erfolgreich war der GLB bei der Betriebsratswahl im Sozialverein B37 in Linz am 18. Dezember 2007: Die Liste Leo Mikesch, die sich für den GLB deklariert, erreichte mit 31 Stimmen bzw. 43,1 Prozent zwei Mandate, 41 Stimmen bzw. 56,9 Prozent und ebenfalls zwei Mandate entfielen auf die Liste 1 des bisherigen Betriebsrates. Von den 92 Wahlberechtigten wurden 72 Stimmen abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 78,3 Prozent entspricht. Mit diesem erfreulichen Ergebnis konnte der GLB seine Position im Sozialbereich in Oberösterreich weiter stärken.

Nachstehend eine Stellungnahme von Leo Mikesch in einem zur Betriebsratswahl herausgegebenen Falter:

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am 18. Dezember 07 finden in unserem Verein Betriebsratswahlen statt. Ich habe mich entschlossen bei dieser Wahl mit einer eigenen Liste (Leo Mikesch) anzutreten, da es bedauerlicherweise nicht möglich war, auf der bisherigen gemeinsamen Liste für ein aktives Mandat zu kandidieren.

Meine Vorstellung war eine personelle Zusammensetzung des neu zu wählenden aktiven Betriebsrates aus allen Arbeitsbereichen des B37, Sozialarbeiter, Verwaltung und Pflege. Dies wäre sowohl in inhaltlicher, als auch in personeller Hinsicht eine Überlegung wert gewesen.

Gewerkschaftliche Erfahrungen konnte ich bisher in meinem beruflichen Leben sowohl als Betriebsrat, Betriebsratsvorsitzender, Mitglied der ÖGB-Landesexekutive und als Landessekretär des Gewerkschaftlichen Linksblocks sammeln. Mein Antreten ist nicht als Kritik oder gar Gegnerschaft gegenüber den bisherigen Betriebsräten zu sehen, es sollte vielmehr als zusätzliches personelles Angebot und „Wahlmöglichkeit" gelten.

Sollte ich von Euch gewählt werden, würde ich mein Mandat für den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) deklarieren. Weil ich der Meinung bin, dass bei der derzeitigen Verfasstheit des ÖGB, die Stärkung einer kritischen und konsequenten Vertretung, die sich vorrangig an den Interessen der Beschäftigten orientiert, notwendiger ist den je.

In den nächsten Monaten und Jahren soll es im Sozialbereich zu einschneidenden Veränderungen kommen. Die Sozialpolitik, auch in Oberösterreich, sucht die Lösung kommender Probleme unter anderem in der Einführung einheitlicher Mindeststandards - mit geringst möglicher Ausbildung des Personals, geringst möglicher Leistungen für Menschen mit psychosozialem Betreuungsbedarf und geringst möglicher Betreuungsdauer. Diese Entwicklung stellt den Einzug von so genannten betriebswirtschaftlichen Kriterien im Sozialbereich dar.

Wo Hilfe, Verständnis, Solidarität und Förderung angeboten werden soll, wird von Kosten, Leistungsstunden, Erlösen, Erfolgsrechnung und Leistungsanalysen gesprochen. In einer Zeit, wo man auch im Sozialbereich versucht alles und jeden gegeneinander auszuspielen, wird gemeinsames strategisches, solidarisches Handeln auch über Vereinsgrenzen hinaus ein Gebot der Stunde. Dies kam auch auf der Protestkundgebung der Sozialvereine vor dem Landhaus am 27. November, an der über tausend Beschäftigte -darunter auch Mitarbeiterinnen vom B37 - teilnahmen, zum Ausdruck.

Kolleginnen und Kollegen, es geht also darum, sowohl im eigenen Verein als auch in den anderen Sozialvereinen einmal Erreichtes gemeinsam zu verteidigen und zu bewahren. Es geht um Vertragssicherheit bei Gehältern und um die SEG-Zulagen, es geht um akzeptierbare Arbeitsbedingungen und vieles mehr.

Um in diesem Bemühen erfolgreich zu sein, bedarf es der Zusammenarbeit und Mithilfe aller, der Beschäftigten, des Betriebsrates und der Geschäftsführung. Deshalb wünsche ich mir für die kommende Betriebsratswahl eine rege Wahlbeteiligung. Denn: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft der hat schon verloren!“

Liebe Grüße an Euch alle
Leo Mikesch


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