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Gezielte rechtsextreme Agitation unter LASK-Fans?

  • Donnerstag, 13. Dezember 2007 @ 10:30
News Eine gezielte rechtsextreme Agitation im Kreis der LASK-Fans vermuten die KPÖ-Oberösterreich und der Infoladen Wels. In der Fanszene des LASK ist seit jeher ein gewisser Bodensatz rechtsextremer Anhänger zu vermuten, wie etwa Fangruppen mit Namen wie „Legion Nord“ aus der Skinhead- und Hooliganmilieu vermuten lassen.

Vor kurzem wurde bekannt, dass drei LASK-Fans mit Hitlergruß vor dem ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände posiert hatten und Fotos davon eine Zeit lang auf der Homepage des Fanclubs „Commando Urfahr“ versehen mit dem Nazi-Spruch „Blut und Ehre - Lask Linz Amateure“ platziert war. Gegen die drei Fans wird wegen Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz vermittelt.

Eigenen Recherchen zufolge agitiert der neofaschistischen Bund Freier Jugend (BFJ) durch die Person von Roman Graßl aus Traun in der Fanszene des LASK. Graßl, der auch unter den Pseudonymen Volker Dorn, Karsten Thomas oder Poser auftritt, ist sowohl in der LASK-Fanszene sehr aktiv als auch mittlerweile ein „Oberchecker“ des BFJ. Nach einem taktischen Rückzug der drei führenden BFJ-Kader Rene Hönig, Stefan Mairinger (Pseudonym Stefan Magnet) und Michael Scharfmüller, die im März 2007 verhaftet wurden und gegen die nach Enthaftung im September weiterhin die Ermittlungen wegen Verstoß gegen das Verbotsgesetz laufen, dürfte Graßl in der BFJ-Hierarchie aufgerückt sein.

Bei der „41. Politische Akademie“ der rechtsextremen „Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik“ (AfP) – der 1963 gegründeten legalen Mutterorganisation des BFJ - vom 20. bis 22. Oktober 2006 im Benediktinerhof in Gumpoldskirchen war „Volker Dorn“ neben dem als BFJ-Strohmann geltenden Welser Rechtsextremisten Ludwig Reinthaler und anderen namhaften Rechtsradikalen als Referent angekündigt. Laut einem im Februar 2005 vom Verfassungsrechtler Heinz Mayer erstellten Gutachten verstößt die AFP eindeutig gegen das Verbotsgesetz.

Am 5. Mai 2007 war „Volker Dorn“ bei einem Neonazitreffen der „Jungen Nationaldemokraten“ (Jugendorganisation der NPD) in Erlangen/ Bayern als Redner aufgetreten und hatte „den Gästen die erst kürzlich erfolgten Repressionen gegen die drei Kameraden des BFJ (Bund Freier Jugend) ins Gedächtnis“ gerufen. Daraufhin prangerten die versammelten Neonazis unter dem Titel „Wir rufen Europa!“ „die politische Verfolgung in Österreich an“.

Sie bezeichneten Österreich als den „heute unfreiesten Staat Europas“ und als „stalinistische Regime“, sie forderten die Abschaffung des „verfassungs- und völkerrechtswidrigen NS-Verbotsgesetzes“ sowie dass „die Häscher des Regimes bei Justiz, Politik und Medien“ „europaweit namhaft gemacht und angeprangert werden“.

Am 11. August 2007 führte „Volker Dorn“ einen BFJ-Trupp an, der in der Welser Innenstadt für die Freilassung der drei verhafteten BFJ-Kader agitierte und bei dem ein BFJler bei einem „Besuch“ des Infoladens Wels tätlich wurde. Im September 2007 war Graßl war bei einem „Fest der Völker“ der deutschen Neonazi-Partei NPD in Jena aufgetreten, außerdem mischt er in den rechten Fanklubs Legion Nord und Commando Urfahr mit.

Bereits zu Jahresanfang 2007 wurden personelle Querverbindungen zwischen dem BFJ und dem Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ), der Jugendorganisation der FPÖ, bekannt. So war der BFJ-Aktivist Andreas Retschitzegger – er stellte unter dem Pseudonym „retschi_85“ Fotos von rechtsextremen Aufmärschen ins Internet – gleichzeitig stellvertretender RFJ-Bezirksobmann von Linz-Land. Auch Retschitzegger wird in der LASK-Fanszene gesichtet. Offenbar versuchen die BFJ-Neonazis gezielt auch bei Fanklubs Fuß zu fassen um dort Jugendliche zu rekrutieren.

Die KPÖ und der Infoladen Wels fordern die Behörden daher auf, ihre Ermittlungen zu den Aktivitäten des BFJ in Hinblick auf eine Einflussnahme auf Fanklubs zu intensivieren und entsprechend den Bestimmungen des Verbotsgesetzes und anderer gesetzlicher Möglichkeiten gegen rechtsextreme Aktivitäten im Umfeld der Sportvereine vorzugehen. Handlungsbedarf durch ein Hausverbot für Neonazis besteht aber auch bei LASK-Präsident Peter-Michael Reichel.


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